»Da kann man jetzt nur noch auf Englisch bestellen.« Ein Satz, der in Berlin vor einem Jahrzehnt erst immer häufiger wurde, dann wieder verschwand: Heute spricht das kosmopolitische Berlin selbstverständlich überall Englisch. Doch deswegen werden die Fragen nicht weniger: Warum kein Arabisch? Warum kein Türkisch? Und wurden nicht noch eben Gruppen als Parallelgesellschaften stigmatisiert, die sich auf einer anderen als der deutschen Sprache unterhalten? Und sprechen denn wirklich alle Englisch?
In Duygu Ağals Debütroman geht es um lesbische Liebe, Hamburg vs. Berlin, Frauenfußball, Gewalt und Verzweiflung, aber auch um Emanzipation und Freundschaften. Darüber spricht Duygu Ağal mit der auch als DJ arbeitenden Musikkuratorin Tmnit Ghide.