
Sylvie Schenk »In Erwartung eines Glücks«
Musikalische Lesung Sylvie Schenk »In Erwartung eines Glücks« Mit Sylvie Schenk und Heribert Leuchter Irène, eine deutsch-französische Schriftstellerin, wird mit Verdacht auf einen
Irène, eine deutsch-französische Schriftstellerin, wird mit Verdacht auf einen Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert. Bald schon gibt es Entwarnung, aber sie muss vorsorglich einige Zeit in der Klinik bleiben und richtet sich dort ein. Ironisch-sarkastisch beschreibt sie ihren neuen Alltag zwischen Krankenzimmer und Untersuchungen. Sie erinnert sich an ihren Mann, der erst vor kurzem gestorben ist, sie lernt ihre Zimmergenossin Ada kennen, eine junge Muslima, und einen rätselhaften Patienten, den sie den »Froschmann« nennt und der sie an Houellebecq erinnert.
Wie steht es heute um Tellerwäscherträume? Was ist wahrer Reichtum, und kann man auch arm sexy sein? Die Jury suchte in diesem Jahr Texte, die sich mit Finanzen aller Art beschäftigen – ob es die schwierige Situation von Kunst- und Kulturschaffenden ist, die Rentenlücke und der sorgenvolle Blick in die Zukunft, Erbschaften, Steuern oder das Bürgergeld.
Die »Parole« ist ein Schimpfwort, mit dem man die Kommunikation politisch unliebsamer Gegner belegt. Sie verkürzt, vereinfacht und wird zur Kennzeichnung von Populisten herangezogen. Gleichzeitig ist die Parole ein zentrales Werkzeug politischer Kommunikation. Ohne Parolen geht politisch gar nichts. Vor allem Proteste und Soziale Bewegungen machen von ihr Gebrauch. Durch den Siegeszug von Social Media als Kommunikationsweg wird der Einsatz von Parolen noch verstärkt – mit immensen Auswirkungen auf die politische Sprache. Werden wir in Zukunft nur noch in Parolen kommunizieren? Und wenn ja, wäre das bedauernswert?
Die Autorin Dana von Suffrin, Trägerin des Chamissopreises 2025, und die Filmemacherin Ulrike Ottinger (»Chamissos Schatten«) sprechen, moderiert von der Literaturwissenschaftlerin Selma Jahnke, über Fragen zu Herkunft und Fremdsein, Reisen und Bleiben, der unabschließbaren Suche nach Vergangenheit und Zukunft, Geborgenheit und Weite. Auf ganz unterschiedliche Art lassen sich von den Werken der Künstlerinnen Verbindungslinien zum Dichter und Forscher Chamisso ziehen – eine Expedition in Bild und Text.
Was verspricht das Tagebuch? Welche Geheimnisse verbirgt es, welche werden bei Veröffentlichung geborgen? Und wie viel Fiktion braucht es, damit ein Tagebuch literarisch gelingt? An einem langen Abend fürs Tagebuch nehmen wir Tagebücher in unterschiedlichsten Formen unter die Lupe. Zuerst beugen sich Sven Hanuschek, Felicitas Hoppe, Stephan Wackwitz mit Matthias Weichelt über die Gattung. Moderiert von Hanna Engelmeier zeigen Lina Scheynius und Pascal Janovjak im zweiten Teil, wie aus dem Tagebuch Fiktion wird. Und Ron Winkler und Laura Lichtblau schreiben live mit!
Zwischen Workout, Skincare und Content lebt Monique, genannt Mon, in einer Sphäre größtmöglicher Perfektion. Doch ihre Beziehungen erschöpfen sich in Modi von Konkurrenz, Neid und gespielter Zuneigung. Beim Shooting für ein Schokoladen-Start-up trifft Mon auf eine junge Fotografin. Mons latente Aggression entlädt sich bald in zunehmend drastischeren Gewaltexzessen. Josefine Rieks scheibt in »Wenn euch das gefällt« am Limit des Erträglichen. Ihr Sujet ist die Erfahrungslosigkeit der Individuen in einer zunehmend virtuellen Realität, ihre gewaltsame Selbstzurichtung und ihr Hunger nach Lebendigkeit.
»Im Jahr 2016 suchte ich in Berlin elf Monate lang nach einer bezahlbaren Mietwohnung. Zwischendurch war ich so verzweifelt, dass ich in Erwägung zog, wieder nach Ostfriesland zurückzuziehen.« So beginnt Jan Brandts Buch »Ein Haus auf dem Land. Eine Wohnung in der Stadt«.
Wie steht es fast zehn Jahre später um die Wohn- und Arbeitssituation für Schriftsteller:innen in der Literaturstadt Berlin? Welche kreativen und digitalen Freiräume braucht die Literatur dieser Stadt? Welche Arbeitsräume brauchen Autor:innen im wachsenden Berlin, um literarisch schreiben zu können? Und welche realen Orte braucht es, damit sich Literatur im Dialog zwischen Publikum und Schriftsteller:innen entfalten und wirken kann?
Die Autorinnen Paula Fürstenberg, Alisha Gamisch und Raphaëlle Red gründen eine Girlband: NO SCRIBES. In einer literarischen Show, inszeniert von Regisseurin Lena Brasch, thematisieren sie dabei Identität und Klassenzugehörigkeit, Girlhood und (Pop-)Feminismus.
Kaum eine Epoche zeigt die Entwicklung der modernen europäischen Welt mit ihren Höhen und Tiefen konzentrierter als die englische Renaissance. Innerhalb kürzester Zeit mutiert die Insel aus halber Barbarei zum europäischen Motor von Kapitalismus, Kunst und Wissenschaft. In über 500 von ihm ausgewählten, eingeleiteten und übersetzten Originaltexten entfaltet Manfred Pfister ein immens vielfältiges Panorama, das von Chaucer und Erasmus über Shakespeare bis zu Milton reicht.
In diesem Jahr geht es weiter mit der Lesereihe fürs Offene, Queere und Nichtfestgelegte in der Literatur – heute zu Gast auf der »Li-Be für die Stadt«-Tour. In der nunmehr fünften Ausgabe von »Schreiben gegen die Norm(en)?« mit Maxi Obexer, Anna Maschik, Jennifer De Negri und I.V. Nuss geht es diesmal um Tier-Mensch-Begegnungen aus queerfeministischer und posthumanistischer Perspektive.
Hiromi Itō durchkreuzt mit ihrer Sprachkunst und Imagination sämtliche Genres und reißt Grenzen nieder. Die vorliegende Sammlung von Texten aus 45 lebensprallen, schaffensdichten Jahren verspricht Einblicke in ein Künstlerleben voll ungeahnter Ausdrucksformen und Erkenntnisweisen, beginnend mit einem Liebesgedicht, endend mit einem Manifest. Darüber spricht Hiromi Itō mit dem Schriftsteller und Musiker Frank Witzel.
Sarajevo vor dreißig Jahren. Es herrscht Krieg. Die Stadt ist belagert. Die Menschen harren aus, kämpfen und versuchen trotzem ihr Leben zu leben. So wie die beiden Protagonistinnen in Nenad Veličkovićs und Vernesa Berbos Romanen, die an diesem Sarajevo-Abend aufeinandertreffen.
Besprochene Titel:
Arundhati Roy »Meine Zuflucht und mein Sturm«, aus dem Englischen von Anette Grube, S. Fischer Verlag 2025
Victor Heringer »Die Liebe vereinzelter Männer«, aus dem Portugiesischen von Maria Hummitzsch, März Verlag 2025
Samanta Schweblin »Das gute Übel«, aus dem argentinischen Spanisch von Marianne Gareis, Suhrkamp 2025
Literatur spiegelt die Umbrüche der Gesellschaft, sie durchlebt die Krisen, die unsere Gegenwart ausmachen – sozial, politisch, ökonomisch und auch ästhetisch. Im Jahr 1989 wollte man dazu die Autor:innen auf der großen Bühne hören: Von Christa Wolf und anderen erwarteten die Demonstrant:innen auf dem Berliner Alexanderplatz Orientierung. Im »deutsch-deutschen Literaturstreit« und in den Skandalen um Strauß, Grass, Handke oder Walser veränderte sich die Öffentlichkeit von Grund auf. Die »Popliteratur« erklärte Autor:innen nur noch zu Marken unter anderen. Im Hintergrund erprobte Amazon am Beispiel des Buchs erstmals die Möglichkeiten des digitalen Kapitalismus. Welche dieser Debatten seit 1989 gehen uns heute (noch) an, was ist Literaturgeschichte geworden und was wirkt (noch) unmittelbar in die Gegenwart rund um die Debatten über Migration, Identität oder Klassismus? Welche Fragen haben sich erübrigt und welche Diskussionen wären dringend zu führen?
Anna Seghers konnte sich mit ihrer Familie in letzter Minute aus Marseille nach Mexiko retten und lebte dort von 1941 bis Anfang 1947 im Exil. Hier hat sie ihren größten literarischen Erfolg errungen, die Veröffentlichung ihres Romans »Das siebte Kreuz«, hier erlitt sie aber auch ihren tiefsten Schmerz, die Nachricht über Deportation und Tod ihrer Mutter. Über Seghers‘ Zeit in Mexiko spricht die Germanistin Monika Melchert mit Claudia Cabrera, die in Mexiko-Stadt tätig ist und die Exilwerke von Seghers ins mexikanische Spanisch übersetzt hat.
Krisen, wohin man blickt. Aglaia Szyszkowitz, die bekannte Grazer Film- und Fernsehschauspielerin, hat eine persönliche Krise in dem Buch »Von der Rolle: Wie ich die Liebe zum Leben neu entdeckt habe« (Molden 2023) verarbeitet. Monika Klengel vom Theater im Bahnhof kämpft gemeinsam mit der steirischen Kulturszene mit dem Projekt »Rettet das Kulturland Steiermark« gegen die Missstände in der heimischen Kulturpolitik an. Und Kurt Prödel, ein früher Star der mittlerweile zum Erliegen gebrachten Twitter-Poesie, hat soeben seinen ersten Roman »KLAPPER« (park x ullstein 2025) vorgelegt.
Eine Frau trennt sich. Endlich. Eine andere pinkelt in den Schnee. Schwarze Löcher öffnen sich, Rettungsringe verschwinden. Zähne und Herzen brechen. Auf Parkplätzen, in Bars oder in Krankenhäusern wird die Fassung verloren. In »Notfallkontakte« erzählt Esther Becker von Menschen in seltsamen, verletzenden oder scheinbar hoffnungslosen Situationen. Als Komplizin ihrer Figuren beleuchtet sie empathisch ihre Lebenswelten. Dabei ist Beckers Ton nachdenklich, aber stets leicht und voller Humor.
Die deutschsprachige Lyrik ist derzeit vermutlich so vielfältig und qualitativ wie selten zuvor. An diesem Abend lässt sich ein hervorragender Ausschnitt aus dieser reichen Textlandschaft erleben. Wir haben die Lyrikerin Birgit Kreipe nach ihren ganz persönlichen Highlights des bisherigen Jahres gefragt. Herausgekommen sind nachdrückliche Lektürehinweise auf Bände, die im Laufe des Jahres erschienen sind und besonders zu überzeugen wissen: das Fanbook 2025 einer kundigen und neugierigen Leserin.
Englers Erzähler flüchtet vor der Familie ins entfernte New York, verbringt Jahre in Wien mit Freud im Kaffeehaus. Und landet schließlich doch in der Anstalt – als Psychologe. Bei der Arbeit mit den Patienten lernt er, dass ein Mensch immer mehr ist als seine Krankheit, dass Zuhören wichtiger ist als Diagnostizieren. Und was soll das überhaupt sein, ein normaler Mensch? Leon Englers Debüt liest sich wie ein zärtlicher Befreiungsschlag. Über Krankheit und Versöhnung spricht Leon Engler mit der Journalistin Aida Baghernejad.
Am 13. Oktober 2025 erhielt Dorothee Elmiger den Deutschen Buchpreis 2025 für ihren Roman »Die Holländerinnen«. Die Preisverleihung fand im Frankfurter Römer zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse statt.
Nominiert waren folgende Romane:
Kaleb Erdmann »Die Ausweichschule«
Jehona Kicaj »ë«
Thomas Melle »Haus zur Sonne«
Fiona Sironic »Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft«
Christine Wunnicke »Wachs«
Lize Spit erzählt in ihrem vierten Roman vom Aufwachsen in einem unsicheren Zuhause, vom Verhältnis zum eigenen Körper und von dem mutigen Versuch, eine toxische Familiendynamik aufzubrechen. Warum es so schwer ist, mit der eigenen Familie offen über Probleme zu reden, darüber spricht Lize Spit mit der Journalistin Aida Baghernejad.
Carmen-Francesca Banciu zählt zu den eindrucksvollsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Geboren in Rumänien und seit über dreißig Jahren in Berlin beheimatet, schafft sie in deutscher Sprache Werke von bemerkenswerter Tiefe und Originalität.
Belgrad, 1942: Am Tag, an dem das okkupierte Serbien für »judenfrei« erklärt wird, streift Isak Ras ein letztes Mal durch die Stadt – auf der Suche nach seiner verschütteten Vergangenheit. Was geschah mit seiner Mutter? Welche Rolle spielten die Anarchisten Rosa und Milan? Und was hat es mit den Doppelgängern auf sich? In acht Perspektiven entfaltet Marko Dinić ein literarisches Puzzle aus Erinnerung, Widerstand und Verlust.
Ein Montag im Emsland. Nebel über den Feldern, stillgelegte Pläne, vorsichtige Aufbrüche. Die Wege von sechs Menschen kreuzen sich im Schatten eines Schlachthofs – verbunden durch Arbeit, Einsamkeit und Abhängigkeiten. Nava Ebrahimi erzählt mit großer Klarheit von der Brutalität des Alltags und den Rissen in vermeintlicher Normalität. Der neue Roman ist eine eindringliche Erkundung dessen, was uns trennt – und was uns trotzdem verbindet.
»Da kann man jetzt nur noch auf Englisch bestellen.« Ein Satz, der in Berlin vor einem Jahrzehnt erst immer häufiger wurde, dann wieder verschwand: Heute spricht das kosmopolitische Berlin selbstverständlich überall Englisch. Doch deswegen werden die Fragen nicht weniger: Warum kein Arabisch? Warum kein Türkisch? Und wurden nicht noch eben Gruppen als Parallelgesellschaften stigmatisiert, die sich auf einer anderen als der deutschen Sprache unterhalten? Und sprechen denn wirklich alle Englisch?
In einem Heim für behinderte Jugendliche im Thüringen der 1970er Jahre beschließen vier Freunde, die sich kaum bewegen können, auszubrechen und eine Kommune zu gründen. Von der Kirche bekommen sie ein altes Pfarrhaus. Eine Gemeinschaft der Gleichen, in der alles geteilt wird, Geld und Bücher, Platten und Bier, aber auch alle Gebrechen. Als die DDR zusammenbricht, wird klar, dass es auch die Mauer war, die diese Gemeinschaft zusammengehalten hat.
Besprochene Titel:
Moshtari Hilal und Sinthujan Varatharajah »Englisch in Berlin. Ausgrenzungen in einer kosmopolitischen Gesellschaft«, Wirklichkeit Books 2022
Katerina Poladjan »Goldstrand«, S. Fischer Verlag 2025
Tim Staffel »Wasserspiel«, Kanon Verlag 2025
Bertolt Brechts 1943 uraufgeführtes Drama »Leben des Galilei« ist eine dialektisch-materialistische Auseinandersetzung mit dem Spannungsverhältnis zwischen Wissenschaft, Macht, individueller Verantwortung und Opportunismus. Im Zentrum steht der Astronom und Physiker Galileo Galilei, dessen empirisch begründete Bestätigung des kopernikanischen Weltbildes – das die Sonne und nicht die Erde als Zentrum des Universums begreift – in fundamentalen Widerspruch zu den dogmatischen Vorstellungen der katholischen Kirche tritt. Die Ungleichheitsforscherin und Autorin Martyna Linartas und Podcaster und YouTuber Wolfgang M. Schmitt diskutieren über das Meisterwerk und dessen Aktualität.
Ein Roman über einen Abschied aus der Türkei und einen Neuanfang in Deutschland, über die oft unerträgliche Entfernung zu denen, die uns räumlich am nächsten sind – und über den verzweifelten Wunsch, Liebe nachzuholen. Darüber spricht der Autor Fikri Anıl Altıntaş mit der Moderatorin Josephine Apraku.
Über das Gelingen engagierten Schreibens im letzten Jahrhundert und heute spricht Thomas Geiger mit dem diesjährigen Günter-Grass-Preisträger Gert Loschütz, mit der Autorin Inger-Maria Mahlke und mit dem Direktor des Günter-Grass-Hauses, Jörg-Philipp Thomsa in der Landesvertretung Schleswig-Holstein.
Zum Abschluss seiner Kaiserslauterer Trilogie erzählt Christian Baron von einer Welt, die Frauen alles verspricht, gegen deren unsichtbare Mauern die drei Schwestern aus »einfachen Verhältnissen« in der Klassengesellschaft aber unablässig anrennen müssen.
Nach einem beruflichen Zusammenbruch fängt die Protagonistin in Verena Keßlers Roman neu an – an der Theke des MEGA GYM, in dem alles glänzt: Körper, Oberflächen, Versprechen. Ihr eigener Körper passt noch nicht ins Bild, doch das lässt sich ändern.
Dacia Maraini ist fast 90 Jahre alt. Und fast ebenso lange hat sie gebraucht, um schmerzliche Kindheitserinnerungen zu Papier zu bringen: Gemeinsam mit ihrer Familie wurde sie 1943 in Japan interniert, nachdem sich ihre Eltern Fosco und Topazia Maraini geweigert hatten, Mussolinis Repubblica di Salò anzuerkennen.
Besprochene Titel:
Jokha Alharthi »Herrinnen des Mondes«, übersetzt von Claudia Ott, Dörlemann 2025
Berit Glanz »Unter weitem Himmel«, Berlin Verlag 2025
Eloy Moreno »Unsichtbar«, übersetzt von Ilse Layer, Fischer Sauerländer 2024
Zwei Freundinnen, ein Traum: raus aus Moskau, rein ins Leben. Denn während im jungen neuen Jahrtausend der eine Teil der russischen Gesellschaft zwischen Luxusautos und Kaviar versinkt, muss sich der andere mittellos durchs Leben schummeln. Auch die beiden Studentinnen Karina und Tonya schlagen sich mit Charme und Überlebenskunst durch Putins Russland – zwischen kaputtem System und der Sehnsucht nach Freiheit, zwischen Prekariat und Party.
Anfang der 1960er: Wenige Jahre nachdem Theodor W. Adorno die Berufung Arnold Gehlens nach Heidelberg hintertrieben hatte, begannen sie einen Briefwechsel, trafen sich privat und zu Rundfunkgesprächen, die auch am Berliner Ensemble gehört wurden. Mit illustren Nebenfiguren wie Arendt, Augstein, Brecht, Benn und Wolfgang Harich schildert Thomas Wagner vor dem Hintergrund der deutschen Teilung und einer sich rasant modernisierenden Gesellschaft die Geschichte der Begegnung eines zurückgekehrten Exilanten mit einem Nazi-Karrieristen.

Musikalische Lesung Sylvie Schenk »In Erwartung eines Glücks« Mit Sylvie Schenk und Heribert Leuchter Irène, eine deutsch-französische Schriftstellerin, wird mit Verdacht auf einen

Preisverleihung Walter-Serner-Preis für Kurzgeschichten 2025 »money, money, money« Mit Tina Schneider und den Jurymitgliedern Marlen Hobrack, Nadine Kreuzahler, Anne-Dore Krohn, Sonja Longolius und

Politik und Ästhetik der Parole Daphne Weber im Gespräch mit Korbinian Frenzel Die »Parole« ist ein Schimpfwort, mit dem man die Kommunikation politisch

Chamissos Spuren Die Filmemacherin Ulrike Ottinger und die Preisträgerin des Chamisso-Preises 2025 Dana von Suffrin im Gespräch mit Selma Jahnke. »Ich bin nirgends

Lesung & Gespräch Ein langer Abend fürs Tagebuch Was verspricht das Tagebuch? Welche Geheimnisse verbirgt es, welche werden bei Veröffentlichung geborgen? Und wie

Moderation Jan Drees Veranstaltungsort: Literaturforum im Brecht-Haus Zwischen Workout, Skincare und Content lebt Monique, genannt Mon, in einer Sphäre größtmöglicher Perfektion. Doch ihre

Mit Jan Brandt, Peer Mock-Stümer, Birgit Möhring und Sonja Longolius, einem Impulsvortrag von Janika Gelinek und einer künstlerischen Intervention. Es moderieren Anne-Dore Krohn

Die Autorinnen Paula Fürstenberg, Alisha Gamisch und Raphaëlle Red gründen eine Girlband: NO SCRIBES. In einer literarischen Show, inszeniert von Regisseurin Lena Brasch,

Kaum eine Epoche zeigt die Entwicklung der modernen europäischen Welt mit ihren Höhen und Tiefen konzentrierter als die englische Renaissance. Innerhalb kürzester Zeit

Schreiben gegen die Norm(en)? #5 Mit Maxi Obexer, Jennifer de Negri, I.V. Nuss und Anna Maschik. Es moderieren Laura Untner und Andrea Schmidt.

Die Autorin im Gespräch mit Frank Witzel. Den deutschen Text liest Maren Eggert. Erzählung? Essay? Journal? Memoir? Gedicht? Gebet, Beichte, Beschwörung, Provokation oder

Vernesa Berbo und Nenad Veličković im Gespräch mit Vivian Perkovic. Aus dem Bosnischen übersetzt Christoph Rolle, es liest David Ruland. Sarajevo vor dreißig

»Berlins schönste Seiten« Folge 66 00:00 Begrüßung und Einstiegsfrage In Folge 66 ihres Podcasts sprechen Janika Gelinek, Sonja Longolius und Felix Müller, der

Der Literaturwissenschaftler im Gespräch mit Daria Razumovych und Thomas Hummitzsch Literatur spiegelt die Umbrüche der Gesellschaft, sie durchlebt die Krisen, die unsere Gegenwart

Claudia Cabrera im Gespräch mit Monika Melchert Anna Seghers konnte sich mit ihrer Familie in letzter Minute aus Marseille nach Mexiko retten und

Gäste: Monika Klengel, Kurt Prödel, Aglaia Szyszkowitz Hosts: Klaus Kastberger, Daniela Strigl Assistenz: Martin Brachvogel, Roboter: David Valentek, Außenreporter: Karin Gschiel, Musik: Philipp

Buchpremiere: Esther Becker »Notfallkontakte«. Im Gespräch mit Anke Stelling Eine Frau trennt sich. Endlich. Eine andere pinkelt in den Schnee. Schwarze Löcher öffnen

Ausgewählt und vorgestellt von Birgit Kreipe Daniel Bayerstorfer und Nadja Küchenmeister in Lesung und Gespräch Die deutschsprachige Lyrik ist derzeit vermutlich so vielfältig

Buchpremiere In Leon Englers Debütroman »Botanik des Wahnsinns« bleibt dem Erzähler wortwörtlich nur der Abfall der eigenen Familiengeschichte, als bei der Zwangsräumung der

Am 13. Oktober 2025 erhielt Dorothee Elmiger den Deutschen Buchpreis 2025 für ihren Roman »Die Holländerinnen«. Die Preisverleihung fand im Frankfurter Römer zum

Die Bestsellerautorin Lize Spit beschreibt in »Autobiografie meines Körpers« eine von außen ganz gewöhnliche Kindheit in einem kleinen belgischen Dorf in den Neunzigerjahren.

Carmen-Francesca Banciu zählt zu den eindrucksvollsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Geboren in Rumänien und seit über dreißig Jahren in Berlin beheimatet, schafft sie

Moderation Doris Akrap Belgrad, 1942: Am Tag, an dem das okkupierte Serbien für »judenfrei« erklärt wird, streift Isak Ras ein letztes Mal durch

Moderation Maha El Hissy Ein Montag im Emsland. Nebel über den Feldern, stillgelegte Pläne, vorsichtige Aufbrüche. Die Wege von sechs Menschen kreuzen sich

»Da kann man jetzt nur noch auf Englisch bestellen.« Ein Satz, der in Berlin vor einem Jahrzehnt erst immer häufiger wurde, dann wieder

Moderation Marion Brasch In einem Heim für behinderte Jugendliche im Thüringen der 1970er Jahre beschließen vier Freunde, die sich kaum bewegen können, auszubrechen

»Berlins schönste Seiten« Folge 65 00:00 Begrüßung und Einstiegsfrage 02:36 Sonja stellt Katerina Poladjan »Goldstrand« vor 13:22 Felix stellt Tim Staffel »Wasserspiel« vor

Wolfgang M. Schmitt im Gespräch mit Martyna Linartas über »Leben des Galilei« von Bertolt Brecht Bertolt Brechts 1943 uraufgeführtes Drama »Leben des Galilei«

Fikri Anıl Altıntaş »Zwischen uns liegt August« Der Autor im Gespräch mit Josephine Apraku Ein erwachsener Sohn bereitet in einer kleinen Stadt an

Über das Gelingen engagierten Schreibens im letzten Jahrhundert und heute spricht Thomas Geiger mit dem diesjährigen Günter-Grass-Preisträger Gert Loschütz, mit der Autorin Inger-Maria

Moderation: Cornelia Geißler Die drei Schwestern in Christian Barons neuem Roman sehnen sich nach jener großen Freiheit, die im Westdeutschland der Achtzigerjahre ein

Moderation Mascha Jacobs Nach einem beruflichen Zusammenbruch fängt die Protagonistin in Verena Keßlers Roman neu an – an der Theke des MEGA GYM,

Die Autorin im Gespräch mit Miku Sophie Kühmel. Es liest Sabine Falkenberg. Dacia Maraini ist fast 90 Jahre alt. Und fast ebenso lange

»Berlins schönste Seiten« Folge 64 00:00 Begrüßung und Einstiegsfrage 05:00 Janika stellt Jokha Alharthi »Herrinnen des Mondes« vor 15:40 Sonja stellt Eloy Moreno

Moderation: Chris Möller Zwei Freundinnen, ein Traum: raus aus Moskau, rein ins Leben. Denn während im jungen neuen Jahrtausend der eine Teil der

Moderation: Sebastian Friedrich Anfang der 1960er: Wenige Jahre nachdem Theodor W. Adorno die Berufung Arnold Gehlens nach Heidelberg hintertrieben hatte, begannen sie einen