
Führung: »Künstlercafés des Neuen Westens«
Künstlercafés des Neuen Westens – Café des Westens, Romanisches Café und Co. Mit Sebastian Januszewski »O Mutter Maenz, Manhattan-Cocktail mix’, / Daß wir
Führung zu den Künstlercafés des Neuen Westens – Café des Westens, Romanisches Café und Co. mit Sebastian Januszewski
»Die Lieblinge der Justiz«, das sind, wie man weiß, sowohl echte als auch vermeintliche Verbrecher: Bohdan Staschynskyj zum Beispiel, ein KGB-Agent und Auftragskiller, der den ukrainischen Nationalisten Stepan Bandera in seinem Münchner Exil ermordet, dann aber wegen der Liebe zu einer ostdeutschen Friseurin mit ihr in den Westen flieht und sich stellt.
Wer glaubt, es hier mit einem beschaulich historischen Berlin-Führer aus dem 19. Jahrhundert zu tun zu haben, wird rasch eines Besseren belehrt: Das monumentale »Berlin«-Buch Ernst Dronkes symbolisiert vielmehr eine Epoche der Krise und schaut auf das Europa im Vormärz kurz vor der Revolution 1848/49.
Spannend wie ein Krimi liest sich das nun erschienene Buch über »Kunst und Verbrechen«, dessen Autoren anhand ausgewählter Fälle und beispielhafter Figuren den Verflechtungen von Kunst und kriminellen Machenschaften nachspüren, seien es Fälschungen, Geldwäsche, Steuerbetrug oder Plünderungen antiker historischer Stätten.
The situation in Belarus has not improved, since the last presidential election: People continue to be locked up and tortured simply because they demand a different policy in their country. Especially the literary scene is under strong pressure.
Die Autorin Miriam Stein machte in Deutschland als eine der ersten mit ihrem Buch »Die gereizte Frau« (2022) und ein Jahr später mit dem sehr erfolgreichen Hashtag #wirsind9millionen dafür stark, den Wechseljahren auch hier zu Lande gesellschaftliches Gehör und politische Relevanz zu geben. Seitdem sind viele tolle Bücher zum Thema erschienen: politische, gesellschaftlichskritische und literarische, wie etwa das Debüt der Regisseurin und Schauspielerin Jule Ronstedt, ein Episodenroman so schreiend komisch, dass man geradezu Lust auf die Wechseljahre bekommt. Gemeinsam mit der Journalistin und Herausgeberin des äußerst erfolgreichen Online-Magazins für Rausch, Revolte, Wechseljahre »Palais F*luxx«, Silke Burmester, sprechen die beiden Autorinnen über die Chancen der Metamorphose in heißen Jahren.
In der Türkei längst viel gelesen und verehrt, wird »Tezer Özlüs Weltliteratur« – wie die Berlin Review No. 15 voller Hochachtung zusammenfasst – nun endlich auch in Deutschland wahrgenommen. An diesem Abend spricht die Lektorin Martina Wunderer mit der Schriftstellerin Emine Sevgi Özdamar und dem Autor und Übersetzer des Romans Deniz Utlu über ihre Lektüren dieser großen literarischen Wiederentdeckung.
»Wir schaffen das«: Vor mehr als zehn Jahren sagte die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel diesen Satz mit Hinblick auf die Herausforderungen, die Deutschland durch die Aufnahme zehntausender Menschen, die aus Syrien nach Europa fliehen, erwarten würde. Ein Satz voller Optimismus für eine Zeit, die das soziale Umfeld vieler Menschen verwandelte. PEGIDA-Demonstrationen wurden größer, die AfD gewann an Zuwachs und gleichzeitig setzte bei einem Teil einer jungen Generation eine erste Politisierung ein. Wie aber hat sich das Land und das soziale Klima in Ost – und Westdeutschland seither bis zum 36. Jahr der »Deutschen Einheit« verändert?
Über das »Blaue vom Himmel« und darüber wie sich Veränderungen von historischer Tragweite im ganz Persönlichen spiegeln, spricht Magdalena Schrefel in einer experimentellen Lesung mit der Moderatorin und Kuratorin Chris Möller, begleitet von Sounds der Klangkünstlerin Anouschka Trocker.
Was kann gesagt werden und was nicht? Wie lassen sich Gegenwart und Vergangenheit mit Sprache fassen? Worüber kann man sprechen und worüber muss man – weil die Sprache an ihre Grenzen gekommen ist – schweigen?
Die komplette (Neu)Übersetzung der legendären Zeitschrift La Révolution Surréaliste. Ihre zwölf Ausgaben erschienen von 1924 bis 1929 und sind ein Hauptdokument des französischen und internationalen Surrealismus. Sie zeigen Aufbruch, Widersprüche und Weiterentwicklungen dieser frühen chaotischen Phase der Bewegung. Die Zeitschrift enthält berühmte Umfragen, Manifeste und andere Texte, sowie viele Abbildungen. Eine deutschsprachige Gesamtausgabe mitsamt den konzeptionell wichtigen Abbildungen existierte bisher nicht. Nach 100 Jahren ist es Zeit für eine Revision und Relektüre.
Ein großer deutsch-türkischer Familienroman – und die Geschichte eines größenwahnsinnigen Mannes, der hin und her pendelt zwischen Aufstieg und Fall, Sehnsucht und Gier, Schuld und Unschuld. Und damit seine Familie vor die entscheidende Frage stellt, auf welcher Seite sie steht.
Vier Soziolog:innen, vier Blickwinkel auf eine Gegenwart, die vielen aus den Fugen geraten scheint. Teresa Koloma Beck, Steffen Mau, Heinz Bude und Stephan Lessenich diskutieren mit der Moderatorin Vivian Perkovic über Transformationsprozesse, Strukturen und Konfliktlinien, die unsere Gesellschaft prägen. Wie entstehen soziale Konflikte? Wie wirken der Kolonialismus und die DDR-Geschichte bis in unsere Gegenwart nach? Und wie lässt sich diese Welt überhaupt noch erklären? Vier der profiliertesten Stimmen der deutschen Soziologie wagen an diesem Abend einen gemeinsamen Versuch.
Es ist 1984 in Chile, zur Zeit der Pinochet-Diktatur. Verzweifelt, aber entschlossen betritt ein Mann die Büros einer Oppositionszeitschrift. Er ist ein Agent der Geheimpolizei. »Ich möchte auspacken«, sagt er, und eine Journalistin schaltet ihr Tonbandgerät ein. Seine Aussage wird Chile für immer verändern.
Mitreißend und bewegend und doch mit großer Leichtigkeit und Poesie erzählt Nona Fernández und spricht über ihren Roman mit dem Schriftsteller und Übersetzer aus dem Spanischen und Katalanischen, Michael Ebmeyer. Die deutschen Passagen liest Hêvîn Tekin.
Sie sind überall, wir sehen sie jeden Tag. Egal ob in Delhi, Tel Aviv, Buenos Aires, Istanbul oder Berlin, überall schwirren sie durch die Städte: Essenslieferanten. Mit seinem Protagonisten Filmon, der aus Eritrea nach Tel Aviv geflüchtet ist und dort als Lieferant arbeitet, verbindet Tomer Gardi diese Lieferantengeschichten zu einem weltumspannenden Gegenwarts-Epos und gibt denen eine Stimme, die in unserer Gesellschaft selbst keine haben. »Liefern« erzählt von Rassismus und Ausbeutung, von Liebe, Familie und der großen Sehnsucht nach Verbundenheit. Dieses Buch ist eine Feier der Erzählkunst, wie sie nur Tomer Gardi veranstalten kann: tiefgründig und humorvoll, mit politischer Sensibilität und literarischer Verve. Der Roman entstand in Zusammenarbeit mit Anne Birkenhauer, die auch den Teil »Mimesis« aus dem Hebräischen übersetzt hat.

Künstlercafés des Neuen Westens – Café des Westens, Romanisches Café und Co. Mit Sebastian Januszewski »O Mutter Maenz, Manhattan-Cocktail mix’, / Daß wir

Buchpremiere Juri Andruchowytsch im Gespräch mit Tomasz Kurianowicz »Die Lieblinge der Justiz«, das sind, wie man weiß, sowohl echte als auch vermeintliche Verbrecher:

Wer glaubt, es hier mit einem beschaulich historischen Berlin-Führer aus dem 19. Jahrhundert zu tun zu haben, wird rasch eines Besseren belehrt: Das

Film-Ausschnitte der Veranstaltung »Kunst und Verbrechen« vom 18. März 2020 im Literaturhaus Berlin mit Tobias Timm, Bénédicte Savoy, René Allonge und Stefan Koldehoff,

Freedom of Expression for Belarus! The situation in Belarus has not improved, since the last presidential election: People continue to be locked up

Miriam Stein und Jule Ronstedt im Gespräch mit Silke Burmester »Wahnsinn Wechseljahre« titelte der SPIEGEL im Mai dieses Jahres mit dem Versprechen, das
Emine Sevgi Özdamar und Deniz Utlu im Gespräch mit Martina Wunderer »1949. In einer Provinzstadt in Anatolien mit 4000 Einwohnern lerne ich die

Reihe: Dürfen die das? Junge Autor:innen aus Ost und West erzählen Geschichte Nachwendekinder: Wir schaffen das? Nora Zabel spricht mit Aron Boks über
Das Romandebüt von Magdalena Schrefel beginnt mit einem Blick aus dem Fenster hinaus in den Himmel. Was, wenn es die Möglichkeit gäbe, die
Der Autor im Gespräch mit Miriam Zeh Was kann gesagt werden und was nicht? Wie lassen sich Gegenwart und Vergangenheit mit Sprache fassen?
Sürrealismus mit „ü“: Warum und wie man eine 100 Jahre alte Zeitschrift reanimiert Unter Mitwirkung von Milena Adam, Andreas Dimmler, Benjamin Dittmann-Bieber, Christian
Der Autor im Gespräch mit Amina Aziz Cumali Karagöz ist ein wichtiger Mann in Steinheim, den viele bewundern, andere fürchten und einige hinter

Teresa Koloma Beck, Steffen Mau, Heinz Bude und Stephan Lessenich versuchen, diese Welt zu erklären. Es moderiert Vivian Perkovic Vier Soziolog:innen, vier Blickwinkel
Die Autorin im Gespräch mit Michael Ebmeyer. Es liest Hêvîn Tekin. Aus dem chilenischen Spanisch simultan gedolmetscht von Astrid Fischer Es ist 1984
Tomer Gardi und Anne Birkenhauer im Gespräch mit Insa Wilke Sie sind überall, wir sehen sie jeden Tag. Egal ob in Delhi, Tel