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Mit ihrem Roman »Das primäre Gefühl der Schuldlosigkeit« erweist sich Dana Grigorcea als eine Autorin, die virtuos die Kunst des Erinnerns beherrscht: Viele Passagen ihres Romans lesen sich wie ein Flanieren als Gedächtniskunst aus weiblicher Perspektive.

»was Petersilie über die Seele weiß« von Alexandru Bulucz ist nicht nur eine Reise durch die eigene Biografie, sondern auch durch den einstigen deutschen Sprachraum bis an dessen Ränder, in die versunkene Landschaft der Bukowina und weiter.

Hier ist er, der europäische Roman, in Gestalt einer Mädchenfreundschaft: Als junge Mädchen waren sie unzertrennlich, Lejla, die Schamlose, Unbändige und Sara, die besonnene, ein wenig schüchterne Tochter des örtlichen Polizeichefs.

Es ist die größte Projektionsfläche Berlins, manche nennen es: das Schloss.

In der Welt von Syz dreht sich alles ums Programmieren. Das Ziel des gesamten Labors ist nichts Geringeres als die Programmierung der ersten generellen Künstlichen Intelligenz, ausgestattet mit einer Höchstleistung an Rechenkraft und menschlichem Bewusstsein: DAVE. Doch die blinde Technikgläubigkeit gerät bei einem Blick hinter die Kulissen ins Wanken.

Auf der Insel Pate, vor der Küste Kenias, lebt die eigensinnige Ayaana mit ihrer Mutter Munira. Als ein Matrose namens Muhidin in ihr Leben tritt, findet Ayaana etwas, wonach sie sich immer gesehnt hat: einen Vater.

Ein Taxi ist für ein Kind ein magisches Vehikel. Ein Hexenbesen auf vier Rädern. Du steigst ein und das Taxi erfüllt dir deinen Reisewunsch. Was, wenn die Magie noch weiter reichte? Wenn Taxis Geschichten anlockten, phantastische und absurde Geschichten, lustige Geschichten, bevölkert von Menschen und Tieren und Riesen und Piratenkapitänen mit vier Piratenkapitänsmützen?

Was, wenn der letzte Ort, der vielleicht noch Heimat werden könnte, durchdrungen ist von Korruption, Rassismus und Gewalt, ein Ort, an dem das Morden alltäglich geworden ist?

Sie trugen Bubikopf, kurze Kleider und rauchten Zigaretten – und eine hatte als erste Frau die Pilotenlizenz erworben. Die erste Pilotin Deutschlands, Melli Beese, steckt hinter der Hauptfigur in dem neuen Roman des schwedischen Autors Aris Fioretos »Nelly B’s Herz«. Auch Nelly B. hat Kohlensäure im Blut, ihr ist das Fliegen wichtiger als das Leben – bis ihr der Arzt wegen einer Herzkrankheit das Fliegen verbietet.

Die Historiker und Literaturkritiker:innen Jörg Baberowski, Jens Bisky und Elke Schmitter besprechen Neuerscheinungen aus Belletristik und Sachbuch.

In »Die Unschärfe der Welt« erzählt Iris Wolff mit großer poetischer Kraft die Brüche des 20. Jahrhunderts als Familiengeschichte. Heimat ihrer Figuren sind die in Rumänien liegenden Regionen Siebenbürgen und Banat, die gezeichnet sind von Ereignissen wie dem Zweiten Weltkrieg, dem Sturz des Ceaușescu-Regimes oder der Abwanderung der deutschsprachigen Bevölkerung.

Mit der Veranstaltung »Ping-Pong Europa« nähern wir uns dem europäischen Kontinent von verschiedenen Seiten an, ähnlich wie beim Tischtennis, wo der Ball zuerst auf der eigenen Hälfte der Tischtennisplatte aufkommen muss und dann auf der anderen.

Ein Schlaganfall, zehn Tage später der zweite, haben ihren Mann aus allem herauskatapultiert, was er bis dahin gelebt hatte. Und aus ihr wird die Frau des Kranken.

Weiterschreiben.jetzt ist ein Portal für Literatur aus Kriegs- und Krisengebieten, auf dem Autor:innen, die im Exil leben, ihre Texte im Original und in deutscher Übersetzung veröffentlichen. Sie arbeiten in Tandems mit Autor:innen zusammen, die in Deutschland etabliert sind und tauschen sich persönlich, politisch und künstlerisch aus.

Was für ein Skandal: Prof. Dr. Saraswati ist weiss! Schlimmer geht es nicht. Denn die Professorin für Postcolonial Studies in Düsseldorf war eben noch die Übergöttin alle Debatten über Identität

Hereinspaziert in die Rübenhöhle, wo Familie Rübe jeden Abend nach allen Regeln der Kunst wegschluumt, einratzt, um die Wette schnarcht, sich in die Kissen wirft.

Im Gespräch mit Gerrit Bartels stellt die Bachmann-Preisträgerin Helga Schubert ihren Roman »Vom Aufstehen. Ein Leben in Geschichten« vor.

Aufzuwachsen in einem Land, in dem mit Belarussisch und Russisch zwei Sprachen gesprochen werden, kann in manchen Situationen gehörig für Verwirrung sorgen.

Das LiteraTür-Projekt hat die Zielsetzung, eine neue Tür zwischen der deutschen und türkischen Literatur zu öffnen. Diese Tür, die zwischen diesen zwei Sprachen geöffnet werden soll, lädt Leser:innen, Verleger:innen und alle, die sich für Literatur interessieren, dazu ein, Autorinnen und Autoren, deren Bücher noch nicht in die jeweils andere Sprache übersetzt wurden, und ihre Texte unter unterschiedlichen thematischen Schwerpunkte kennen zu lernen

In Kanada liegt der Vater im Sterben. Die Nachricht trifft seinen Sohn in einer Krise. Hinter ihm liegt ein gescheitertes Buchprojekt. Seit Jahrzehnten hat er den fernen Vater nicht gesehen, nun überquert er Atlantik und Rocky Mountains, um ihn hoffentlich noch lebend anzutreffen.

Herzlichen Glückwunsch, Rosa Luxemburg! Am 5. März 2021 jährt sich ihr Geburtstag zum 150. Mal.

Filmisches Porträt #femaleheritage zur Münchner Schriftstellerin Dagmar Nick (* 30. Mai 1926 in Breslau): Sie flüchtete während des Nationalsozialismus mit ihrer Familie erst nach Berlin, dann nach Böhmen, von dort nach Lenggries und schließlich nach München.

Die Münchner Autorin Asta Scheib (*1938) spricht im filmischen Autorinnen-Porträt #femaleheritage über ihren Weg als Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Redakteurin. Warum schreibt sie immer Geschichten im Kopf? Wie viel steckt von ihr in ihren Romanen? Was bedeutet ihr Gerechtigkeit?

Das Lieblingsbuch der Ich-Erzählerin Asal Dardan ist J.M. Coetzees Novelle »Warten auf die Barbaren«, in der der Autor den Moment beschreibt, in dem eine Gesellschaft sich selbst verliert.

Herkunft, sozialer Hintergrund, sexuelle Orientierung: das ist das Themenspektrum rund um den populären Begriff »Diversität«.

Wer sich für Autofiktion interessiert, wird an diesem Roman nicht vorbeikommen – allerdings auch niemand, der sich für besondere Familiengeschichten begeistert.

Autorin Eva Lezzi spricht mit Stefanie Ericke-Keidtel vom Jungen Literaturhaus über das Schreiben und ihre eigenen Erfahrungen in verschiedenen Kulturen.

Robert Habeck im Gespräch mit Jagoda Marinić

Es war keine intakte, heile, sichere Welt, in die die Corona-Pandemie einbrach. Schon zuvor war die Normalität in der Krise.

Über die wechselhafte Rezeption dieser großen Autorin und die noch ungehobenen Schätze in ihrem Nachlass unterhält sich die Herausgeberin der Werkausgabe, Nicole Henneberg, mit der Literaturwissenschaftlerin Juliane Sucker, die den Ende 2020 erschienenen Band Text & Kritik über Gabriele Tergit ediert hat. Es moderiert Liane Schüller.

Im März 1971 schrieb der westdeutsche Medizinstudent Hans Stoffels seinen ersten Brief an Christa Wolf. 50 Jahre später – im Jahr 2021 – spricht Hans Stoffels mit Matthias Weichelt über diesen Briefwechsel.

Die Historiker und Literaturkritiker:innen Jörg Baberowski, Jens Bisky und Elke Schmitter besprechen Neuerscheinungen aus Belletristik und Sachbuch.

Die Herausgeberin Anna Bers im Gespräch mit den Lyrikerinnen Safiye Can und Martina Hefter. Es liest Nico Birnbaum. Moderation: Frieder von Ammon.

Was hat Didier Eribon mit Margarete Stokowski zu tun? Annie Ernaux mit Saša Stanišić? Oder Maggie Nelson mit Karl Ove Knausgård? Bei allen Unterschieden haben ihre Bücher eines gemeinsam: Sie entziehen sich den gängigen Schablonen und Ordnungen.

In ihrem Roman »Wolgakinder« versetzt Gusel Jachina ihre Leserinnen und Leser in die Zeit der 1910er bis 1930er Jahre im Wolgagebiet.

Martin Muser liest aus »Kannawoniwasein – Manchmal kriegt man einfach die Krise« und beantwortet Fragen von Schüler:innen.

Lyriklesung und Gespräch

Im Rahmen der Tagung „Shared Heritage – Gemeinsames Erbe“.
Kulturelle Interferenzräume im östlichen Europa als Sujet der Gegenwartsliteratur

Raphaela Edelbauer »DAVE«

Raphaela Edelbauer »DAVE« Moderation: Nina Scholz In der Welt von Syz dreht sich alles ums Programmieren. Das Ziel des gesamten Labors ist nichts

Nastasja Penzar »Yona«

Nastasja Penzar »Yona« Was, wenn der letzte Ort, der vielleicht noch Heimat werden könnte, durchdrungen ist von Korruption, Rassismus und Gewalt, ein Ort,

Iris Wolff
»Die Unschärfe der Welt«

Iris Wolff »Die Unschärfe der Welt« Iris Wolff im Gespräch mit Michaela Nowotnick In »Die Unschärfe der Welt« erzählt Iris Wolff mit großer poetischer Kraft

»Ping-Pong Europa« – Europafeiertag 2021

Europafeiertag 2021 Kabeljau & Dorsch: Europäisches Literatur Ping-Pong Mit Dmitrij Gawrisch, Annett Gröschner, Sandra Gugić, Marina Naprushkina, Candice Nembhard, Jô Osbórnia, Lilly Urbat;

Mithu Sanyal
»Identitti«

Die Autorin im Gespräch mit Simon Strauß Was für ein Skandal: Prof. Dr. Saraswati ist weiss! Schlimmer geht es nicht. Denn die Professorin

Volha Hapeyeva »Camel Travel«

Aufzuwachsen in einem Land, in dem mit Belarussisch und Russisch zwei Sprachen gesprochen werden, kann in manchen Situationen gehörig für Verwirrung sorgen. Und

Rosa Luxemburg: Zum 150. Geburtstag

Literarische Führung mit Sebastian Januszewski Herzlichen Glückwunsch, Rosa Luxemburg! Am 5. März jährt sich ihr Geburtstag zum 150. Mal: Anlass genug, den Blick

Eva Lezzi
»Kalter Hund«

Die Autorin im Gespräch mit Stefanie Ericke-Keidtel Zwischen Schulabbruch und erstem Sex, zwischen Berlin und Istanbul, zwischen religiöser Freundin und wilder Cousine sucht

»Gabriele Tergit«

Nicole Henneberg und Juliane Sucker im Gespräch mit Liane Schüller Den Jahrhundertroman »Effingers« hat Gabriele Tergit auf der Flucht aus Nazideutschland und im

»Frauen / Lyrik«

»Frauen / Lyrik« Die Herausgeberin Anna Bers im Gespräch mit den Lyrikerinnen Safiye Can und Martina Hefter. Es liest Nico Birnbaum. Moderation: Frieder

Vom Unbehagen in der Fiktion

»Leere Zwiebeln«. Monomanie vs. Empathieschulung Mit Silke van Dyk, Hanna Engelmeier, Deniz Utlu und Christian Metz. Es moderiert Catherine Newmark Was hat Didier

Gusel Jachina »Wolgakinder«

Lesung und Gespräch mit Gusel Jachina und Helmut Ettinger (Georg Dehio-Buchpreis 2020), Moderation: Silke Pasewalck Im Rahmen von: »Shared Heritage« – gemeinsames Erbe

Martin Muser  »Kannawoniwasein!«

JuLit Vorlesetag 2020 Digital Das Junge Literaturhaus Berlin feiert den Bundesweiten Vorlesetag: Digitale Lesung mit Martin Muser, Lesekünstler des Jahres 2020! Am dritten

Maja Haderlap »langer transit«

Maja Haderlap »langer transit« Li-Be digital – Lyriklesung und Gespräch im Rahmen der Tagung „Shared Heritage – Gemeinsames Erbe“. Kulturelle Interferenzräume im östlichen