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Junges Literaturhaus Berlin

Jason Reynolds »Stuntboy«

Ein außergewöhnlicher Comic-Roman über einen sympathischen Protagonisten, humorvoll und einfühlsam geschrieben von US-Jugendbuchstar und Bestsellerautor Jason Reynolds, durchgängig bunt illustriert von Raúl the Third. Stefanie Ericke-Keidtel vom Jungen Literaturhaus Berlin spricht exklusiv mit Jason Reynolds, der aus Washington zugeschaltet ist, über sein neues Buch. Der Berliner Schauspieler Mekyas Mulugeta (»Räuberhände«) liest den deutschen Text.

Die neuesten Sendungen

Hana ist Bildhauerin, Mitte dreißig, und mit ihren unerfüllten Wünschen und verdrängten Bedürfnissen gerade erst aus dem inneren »Schrank« – dem gleichnamigen Debütroman der Autorin – in die Welt gestolpert. Auf der Suche nach einem gangbaren Weg durchs Leben bewegt sie sich zwischen der Prager Intellektuellenbubble und einem mährischen Dorf, zwischen internationaler Kunstszene und städtischer Peripherie. Aus diesen Polen entsteht ein reißender Strom aus Gedanken, Eindrücken und Emotionen.

Am einen Anfang, noch während Rauchschwaden über den chilenischen Präsidentenpalast ziehen und die Nachricht vom Tod Salvador Allendes die Runde macht, ertönt der erste Schrei eines Kindes. Am anderen Anfang stößt der Schriftsteller Clemens Böckmann bei einem Forschungsprojekt im österreichischen Eisenerz zufällig auf die Spur eines tödlich verunglückten skispringenden Dichters. Und dazwischen entfaltet sich das ganze, nämlich das richtige Leben des Alvaro Maderholz, der beim Absprung von der Skisprungschanze der Schwerkraft der eigenen, von Krieg, Exil und Ideologie gezeichneten Familiengeschichte zu entfliegen hoffte.

Jana Hensel, Paula Fürstenberg und Lukas Rietzschel im Gespräch mit René Schlott

»Niewiedervereinigung« heißt das Memoir von Paula Fürstenberg, dem wir ein Fragezeichen in unserem Titel hinzugefügt haben, denn genau darüber möchte der Historiker und Journalist René Schlott (1977 in Thüringen geboren) mit seinen Gästen sprechen. Wie schauen am 36. Jahrestag der Wiedervereinigung Paula Fürstenberg (geboren 1987 in Brandenburg), und Jana Hensel (geboren 1976 in Sachsen) in ihren Erinnerungsbüchern auf ein Land zurück, das es nicht mehr gibt und wie bringt Lukas Rietzschel (1994 in Sachsen geboren) die dringlichen Fragen der deutsch-deutschen Zeitgeschichte in eine literarische Form?

In ihrem neuen Buch, das sie nur bei dieser exklusiven Veranstaltung in Deutschland vorstellt, analysiert Neiman die aktuelle Krise der Demokratie aus moralphilosophischer Perspektive und zeigt, wie die Normalisierung von Fehlverhalten das Vertrauen in den Rechtsstaat untergräbt und zur Erosion gemeinsamer Werte führt. Doch die Klage vom Katheder ist nicht ihr Metier: Als Direktorin des Einstein-Forums hat Susan Neiman immer wieder leidenschaftlich in öffentliche Debatten eingegriffen und scheut sich nicht, die Dinge beim Namen zu nennen. Also zum Beispiel, warum Trump nicht »autoritär«, sondern »böse« genannt werden sollte, und wieso Moral befremdlich oft als Schimpfwort verstanden wird. Das diskutiert  die Philosophin gemeinsam mit dem Autor und Journalisten Dietmar Dath.

Demnächst

Literaturhaus Berlin

»Berlins schönste Seiten« Folge 10

Janika Gelinek und Sonja Longolius, Leiterinnen des Literaturhaus Berlin, und Felix Müller, Chef des Kulturressorts der Berliner Morgenpost, unterhalten sich in der zehnten Folge über:

Jakob Augstein »Strömung«, Aufbau 2022
Raphael Gross, Katharina J. Schneider, Michael P. Steinberg (Hrsg.) »Richard Wagner und das deutsche Gefühl«, wbg Theiss 2022
Laura Cwiertnia »Auf der Straße heißen wir anders«, Klett-Cotta 2022

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