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Bertolt Brechts 1943 uraufgeführtes Drama »Leben des Galilei« ist eine dialektisch-materialistische Auseinandersetzung mit dem Spannungsverhältnis zwischen Wissenschaft, Macht, individueller Verantwortung und Opportunismus. Im Zentrum steht der Astronom und Physiker Galileo Galilei, dessen empirisch begründete Bestätigung des kopernikanischen Weltbildes – das die Sonne und nicht die Erde als Zentrum des Universums begreift – in fundamentalen Widerspruch zu den dogmatischen Vorstellungen der katholischen Kirche tritt. Die Ungleichheitsforscherin und Autorin Martyna Linartas und Podcaster und YouTuber Wolfgang M. Schmitt diskutieren über das Meisterwerk und dessen Aktualität.

Nach dem Ersten Weltkrieg bricht das Zeitalter der Utopien an. 1920 zieht es den jungen Hermann Oberth von Siebenbürgen nach Göttingen, um Physik zu studieren – die spannendste Wissenschaft der Zeit. Hermann will den Menschheitstraum von der Mondrakete verwirklichen. Als der Durchbruch nah ist, weisen seine Professoren ihn ab.

Die koreanische Autorin Cheon Seon-ran wurde 1993 in Incheon geboren und hat ein Faible für Technik: In ihrer Heimatstadt erlebte sie immer wieder die Streiks der Arbeiter von GM Korea, Teil des US-amerikanischen Konzerns General Motors, und interessierte sich schon früh, wer vom technologischen Fortschritt eigentlich profitiert. Und so ist »Tausend Arten von Blau« wunderbar verrückte Science Fiction aus einer weniger wunderbar kapitalistischen Welt