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Sven Beckert verortet die Anfänge des Kapitalismus in seiner monumentalen Publikation »Kapitalismus. Geschichte einer Weltrevolution« (2025) bereits im 12. Jahrhundert. Doch wie erzählt man eigentlich die Geschichte des Kapitalismus? Ist sie eine Geschichte von Fortschritt und Wachstum? Oder doch eher die eines über Jahrhunderte perfektionierten Systems der Ausbeutung?

Svenja Leiber macht in »Nelka« die Spuren der Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts sichtbar. Sie erzählt von Zwangsarbeit und von Frauen, deren Wissen und Körper ausgebeutet wurden, die sich in Freundschaft verbanden und sich so gegen Erniedrigung und Brutalität stemmten.

Svenja Leiber »Nelka«

Moderation Natascha Freundel Die sechzehnjährige Nelka, die 1941 aus Lemberg verschleppt und zur Arbeit auf einem norddeutschen Gut gezwungen wird, muss in der Küche,