
Ludwigslust, reden wir über Heimat: »Wir dachten, es ist vorbei«
Gesprächsreihe »Ist das noch|schon mein Land?« des PEN Berlin zum Thema Heimat. Hier mit: Reiner Holznagel (Präsident Bund der Steuerzahler Deutschland) | Judith
Gesprächsreihe »Ist das noch|schon mein Land?« des PEN Berlin zum Thema Heimat. Hier mit: Reiner Holznagel (Präsident Bund der Steuerzahler Deutschland) | Judith Schalansky (Schriftstellerin); Moderation: Maria Häfer (Nordkurier). Ludwigslust, Luna-Filmtheater, 10.09.2026
Gesprächsreihe »Ist das noch|schon mein Land?« des PEN Berlin zum Thema Heimat. Hier mit: Wolfgang Thierse (ehem. Präsident des Deutschen Bundestags – SPD) | Adriana Altaras (Schauspielerin, Opern- und Theaterregisseurin und Schriftstellerin); Moderation: Patrick Kiefer (Journalist). Parchim, Kulturmühle, 12.09.2026
Über das Schreiben in der Autokratie und im Exil
Mit Irina Scherbakowa, Marko Vidojković, Stella Gaitano, Can Dündar. Moderiert von Paul-Henri Campbell. In freiheitlichen Staaten genießen Künstler:innen, Schriftsteller:innen und Journalist:innen samt ihrem Schaffen den Schutz der Meinungs-, Kunst- und Pressefreiheit. Was aber, wenn dieser Schutz in Frage gestellt wird – oder ohnehin nie bestanden hat? Was bedeutet es, gegen den Widerstand eines Regimes anschreiben zu müssen – ästhetisch, politisch und persönlich? Vier Autor:innen aus Russland, Serbien, der Türkei und dem Sudan berichten von ihren Erfahrungen und geben Einblicke, was es heißt, unter dem Druck der Unfreiheit zu recherchieren, zu schreiben und zu veröffentlichen.
PEN Berlin’s talk series »Ist das noch|schon mein Land?« on the theme of Heimat. Featuring: Julia Cimafiejeva (poet, translator) | Ece Temelkuran (journalist, writer); Moderator: Asmus Trautsch (poet, philosopher). Berlin-Mitte, Brecht-Haus
Poetry Slam und Gespräch zum Abschluss unserer Reihe »Ist das noch|schon mein Land?« des PEN Berlin zum Thema Heimat.
Hier mit Lucia Lucia (Autorin, Slam Poetin) | Wolf Hogekamp (Filmemacher, Slam Poet) | Daniela Sepehri (Journalistin, Autorin, Board PEN Berlin) | Jayrôme Robinet (Schriftsteller, Übersetzer, Leiter Geschäftsstelle Board PEN) | Birdy (Spoken-Word-Künstlerin, Sozialarbeiterin, Schreibpädagogin | Paul Bokowski (Slam-Poet, Satiriker, Schriftsteller); Moderation: Aron Boks (Schriftsteller, Slam Poet); Poetic Recording: Bas Böttcher (Schriftsteller, Slam Poet) & Musikalische Begleitung: Sebastian Caspar (Musiker, YouTuber, Schulsozialarbeiter). Berlin, Mokka*Milch
Aus der Gesprächsreihe »Ist das noch|schon mein Land?« des PEN Berlin zum Thema Heimat.
Hier mit den Gästen Monchi (Sänger Feine Sahne Fischfilet, Autor) | Gabriel Kords (Chefredakteur Nordkurier und Schweriner Volkszeitung); Moderation: Silke Hasselmann (Kontrafunk). Schwerin, Mecklenburgisches Staatstheater, M-Halle
Aus der Gesprächsreihe»Ist das noch|schon mein Land?« des PEN Berlin zum Thema Heimat.
Hier mit den Gästen Marion Brasch (Schriftstellerin, Journalistin und Autorin für Radio Eins) | Deniz Yücel (Sprecher PEN Berlin, Journalist); Moderation: Dr. René Schlott (Historiker, Publizist, Moderator). Berlin-Hellersdorf, Grüne Bühne
Aus der Gesprächsreihe »Ist das noch|schon mein Land?« des PEN Berlin zum Thema Heimat.
Hier mit den Gästen Katja Kipping (ehem. Politikerin – Die Linke, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband) | Linda Teuteberg (Rechtsanwältin, FDP-Politikerin); Moderation: Ann-Kathrin Hipp (Journalistin, Gründerin tbd.land). Märkisches Viertel, Bibliothek im Fontane-Haus
Aus der Gesprächsreihe »Ist das noch|schon mein Land?« des PEN Berlin zum Thema Heimat.
Hier mit den Gästen Güner Balci (Autorin, Integrationsbeauftragte Berlin-Neukölln) | Katerina Poladjan (Schriftstellerin); Moderation: Ralph Bollmann (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung). Berlin-Wannsee, Literarisches Colloquium, 16.09.2026
Aus der Gesprächsreihe: Ist das NOCH/SCHON mein Land des PEN BERLIN.
In Köpenick mit den Gästen Dirk Zingler (Unternehmer, Präsident 1. FC Union Berlin) | Katja Lange-Müller (Schriftstellerin); Moderation: Cornelia Geißler (Berliner Zeitung). Berlin-Köpenick, Stadion An der Alten Försterei, 17.09.2026
Aus der Gesprächsreihe: Ist das NOCH/SCHON mein Land des PEN BERLIN.
In Greifswald mit den Gästen: Manja Präkels (Schriftstellerin) | Alexandru Bulucz (Schriftsteller); Moderation: Sandra Grubert (Journalistin).
Neustrelitz, reden wir über Heimat: »Die Gewalt war auf einmal im Raum«
Aus der Gesprächsreihe: Ist das NOCH/SCHON mein Land des PEN BERLIN.
In Neustrelitz mit den Gästen: Helga Schubert (Schriftstellerin) | Charly Hübner (Schauspieler, Regisseur); Moderation: Matthias Schümann (Autor, Literaturrat Mecklenburg-Vorpommern). Neustrelitz, Kulturquartier, 09.09.2026
Wolfgang M. Schmitt im Gespräch mit Mithu Sanyal über »Sturmhöhe« von Emily Brontë
Liebe, Rache, Tod und Sinnlichkeit: »Sturmhöhe« (»Wuthering Heights«) ist der einzige Roman der britischen Schriftstellerin Emily Brontë. Das 1847 unter einem Pseudonym veröffentlichte Werk schrieb Weltliteraturgeschichte und wurde immer wieder verfilmt – zuletzt sorgte die Adaption von Emerald Fennell für Aufsehen. Im Zuge der BookTok-Trends um #YoungAdult und #DarkRomance erlebt der Roman unter jungen Lesern eine erstaunliche Renaissance. »Sturmhöhe« handelt von drei Familien, emotionalen Abhängigkeiten, unbändiger Liebe, ungezügelter Lust und von menschlichen Abgründen. Emily Brontë treibt die Romantik ins Extrem. Die Schriftstellerin Mithu Sanyal (»Identitti«, »Antichristie«) und Wolfgang M. Schmitt diskutieren über Brontës Meisterwerk und dessen Bezüge zur Gegenwart: Welche Geschlechterbilder bestimmen noch immer die Liebes(un)ordnung?Und ist die romantische Liebe überhaupt noch zu retten?
Mit Wolfgang M. Schmitt und Laura de Weck
Vor 100 Jahren wurde Ingeborg Bachmann geboren. 1961 veröffentlichte sie unter dem Titel »Das dreißigste Jahr« einen Zyklus mit Erzählungen, deren zeitlose Schönheit erschüttert und deren Themenfelder mit uns heute räsonieren. Nach dem Krieg beginnt für die österreichische Schriftstellerin und Lyrikerin eine neue Zeitrechnung. Die Jahre sind geprägt von Anpassung und Abstumpfung, von gewaltförmigen Strukturen. Viele Figuren stecken fest in einer alten Sprache und damit in der Vergangenheit. Zugleich vernehmen wir – etwa in der Erzählung »Undine geht« – eine radikale Stimme des Feminismus, die Aufbruch und Ausbruch verheißt. Die Texte sind jedoch weit entfernt davon, historische Dokumente längst überkommen geglaubter Konflikte zu sein, handeln sie doch von den Zumutungen, die das Subjekt in der bürgerlichen Gesellschaft erfährt, vom erschöpften Selbst, lange schon, bevor der Neoliberalismus sich ausbreitete, und von Kollaboration, wo Verweigerung nötig gewesen wäre.
Mit Wolfgang M. Schmitt und Maxim K.I.Z.
Kaum ein Roman war in den vergangenen 35 Jahren so prägend wie »American Psycho« von Bret Easton Ellis. Autoren wie Michel Houellebecq oder Christian Kracht verdanken dem Autor viel, von den Ellis-Epigonen ganz zu schweigen. Der Skandalroman, der in Deutschland zeitweise auf dem Index landete, schildert in drastischen Worten nicht nur eine Welt jenseits von Gut und Böse, die 1991 an der Wall Street anzutreffen war, sondern antizipierte bereits eine Gesellschaft, die mit dem Nichts jongliert, die die Trennung zwischen Realität und Fiktion nicht weiter benötigt und einen finanzialisierten Kapitalismus, der sich von der Realwirtschaft abkoppelt.
Am 8. Juni wurde der Deutsche Sachbuchpreis 2026 in der Elbphilharmonie in Hamburg verliehen. Zum Sachbuch des Jahres kürte die Jury »Dreihundert Männer. Aufstieg und Fall der Deutschland AG« von Konstantin Richter.
Wann beginnt Faschismus? Dieser Frage geht der Autor und Psychologe Mark Terkessidis in seinem Buch »Gewalt am Denken« nach. Er untersucht, wie autoritäre Tendenzen entstehen, warum Nostalgie zur politischen Triebkraft wird und weshalb selbst progressive Kräfte Teil eines neuen Kontinuums der Gefährdung sind. Nils Schniederjann diskutiert mit Terkessidis über seine Thesen.
Die USA sind älter und sie sind mehr als ihr gegenwärtiger Präsident. Der anlässlich des 250. Geburtstags der Vereinigten Staaten erscheinende Band präsentiert ein Land unterschiedlicher Kulturen und Herkünfte, eine hoffnungsfrohe, im steten Wandel begriffene USA, ein Land der Zukunftsvisionen und des mutigen Eintretens für Menschenrechte, Meinungsfreiheit und Selbstbestimmung. In »I Have a Dream« kommt eine Nation zur Sprache, die sich der tiefen Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit zum Trotz immer wieder neu erfunden hat und die sich heute dringender denn je auf das besinnen muss, was sie geprägt hat.
Im Rückgriff auf eigene Erfahrungen, philosophische und soziologische Ideen ergründet Daniel Schreiber in »Allein« das Spannungsverhältnis zwischen dem Wunsch nach Rückzug und Freiheit und dem nach Nähe, Liebe und Gemeinschaft. Dabei leuchtet er aus, welche Rolle Freundschaften in diesem Lebensmodell spielen: Können sie eine Antwort auf den Sinnverlust in einer krisenhaften Welt sein? Ein zutiefst erhellendes Buch über die Frage, wie wir leben wollen. Daniel Schreiber, Essayist, Kunstkritiker und Übersetzer, spricht darüber mit der Autorin und Literaturkritikerin Gabriele von Arnim.
Vier Soziolog:innen, vier Blickwinkel auf eine Gegenwart, die vielen aus den Fugen geraten scheint. Teresa Koloma Beck, Steffen Mau, Heinz Bude und Stephan Lessenich diskutieren mit der Moderatorin Vivian Perkovic über Transformationsprozesse, Strukturen und Konfliktlinien, die unsere Gesellschaft prägen. Wie entstehen soziale Konflikte? Wie wirken der Kolonialismus und die DDR-Geschichte bis in unsere Gegenwart nach? Und wie lässt sich diese Welt überhaupt noch erklären? Vier der profiliertesten Stimmen der deutschen Soziologie wagen an diesem Abend einen gemeinsamen Versuch.
»Wir schaffen das«: Vor mehr als zehn Jahren sagte die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel diesen Satz mit Hinblick auf die Herausforderungen, die Deutschland durch die Aufnahme zehntausender Menschen, die aus Syrien nach Europa fliehen, erwarten würde. Ein Satz voller Optimismus für eine Zeit, die das soziale Umfeld vieler Menschen verwandelte. PEGIDA-Demonstrationen wurden größer, die AfD gewann an Zuwachs und gleichzeitig setzte bei einem Teil einer jungen Generation eine erste Politisierung ein. Wie aber hat sich das Land und das soziale Klima in Ost – und Westdeutschland seither bis zum 36. Jahr der »Deutschen Einheit« verändert?
Die Autorin Miriam Stein machte in Deutschland als eine der ersten mit ihrem Buch »Die gereizte Frau« (2022) und ein Jahr später mit dem sehr erfolgreichen Hashtag #wirsind9millionen dafür stark, den Wechseljahren auch hier zu Lande gesellschaftliches Gehör und politische Relevanz zu geben. Seitdem sind viele tolle Bücher zum Thema erschienen: politische, gesellschaftlichskritische und literarische, wie etwa das Debüt der Regisseurin und Schauspielerin Jule Ronstedt, ein Episodenroman so schreiend komisch, dass man geradezu Lust auf die Wechseljahre bekommt. Gemeinsam mit der Journalistin und Herausgeberin des äußerst erfolgreichen Online-Magazins für Rausch, Revolte, Wechseljahre »Palais F*luxx«, Silke Burmester, sprechen die beiden Autorinnen über die Chancen der Metamorphose in heißen Jahren.
»Eine Erregung« lautet der Untertitel zu Bernhards Meisterwerk »Holzfällen«, in dem der Protagonist aus dem Ohrensessel eine Wiener Abendgesellschaft beobachtet, die in kultureller Betulichkeit erstarrt ist und deren Opportunismus grenzenlos zu sein scheint. Thomas Bernhard erweist sich mit diesem 1984 erschienen Roman erneut als großer Provokateur und noch größerer Stilist. Der Ökonom Prof. Dr. Achim Truger ist ebenso wie Gastgeber und Podcaster Wolfgang M. Schmitt ein Verehrer von Bernhards Literatur. Sie sprechen über ihre gemeinsame Faszination und über die Aktualität eines Schreibens, das sich weder formal noch inhaltlich mit der herrschenden Ordnung gemeinmachen will. Was, wenn wir uns nicht weniger, sondern nur elaborierter empören müssen?
Zwischen Workout, Skincare und Content lebt Monique, genannt Mon, in einer Sphäre größtmöglicher Perfektion. Doch ihre Beziehungen erschöpfen sich in Modi von Konkurrenz, Neid und gespielter Zuneigung. Beim Shooting für ein Schokoladen-Start-up trifft Mon auf eine junge Fotografin. Mons latente Aggression entlädt sich bald in zunehmend drastischeren Gewaltexzessen. Josefine Rieks scheibt in »Wenn euch das gefällt« am Limit des Erträglichen. Ihr Sujet ist die Erfahrungslosigkeit der Individuen in einer zunehmend virtuellen Realität, ihre gewaltsame Selbstzurichtung und ihr Hunger nach Lebendigkeit.
Literatur spiegelt die Umbrüche der Gesellschaft, sie durchlebt die Krisen, die unsere Gegenwart ausmachen – sozial, politisch, ökonomisch und auch ästhetisch. Im Jahr 1989 wollte man dazu die Autor:innen auf der großen Bühne hören: Von Christa Wolf und anderen erwarteten die Demonstrant:innen auf dem Berliner Alexanderplatz Orientierung. Im »deutsch-deutschen Literaturstreit« und in den Skandalen um Strauß, Grass, Handke oder Walser veränderte sich die Öffentlichkeit von Grund auf. Die »Popliteratur« erklärte Autor:innen nur noch zu Marken unter anderen. Im Hintergrund erprobte Amazon am Beispiel des Buchs erstmals die Möglichkeiten des digitalen Kapitalismus. Welche dieser Debatten seit 1989 gehen uns heute (noch) an, was ist Literaturgeschichte geworden und was wirkt (noch) unmittelbar in die Gegenwart rund um die Debatten über Migration, Identität oder Klassismus? Welche Fragen haben sich erübrigt und welche Diskussionen wären dringend zu führen?
Ein Montag im Emsland. Nebel über den Feldern, stillgelegte Pläne, vorsichtige Aufbrüche. Die Wege von sechs Menschen kreuzen sich im Schatten eines Schlachthofs – verbunden durch Arbeit, Einsamkeit und Abhängigkeiten. Nava Ebrahimi erzählt mit großer Klarheit von der Brutalität des Alltags und den Rissen in vermeintlicher Normalität. Der neue Roman ist eine eindringliche Erkundung dessen, was uns trennt – und was uns trotzdem verbindet.
»Da kann man jetzt nur noch auf Englisch bestellen.« Ein Satz, der in Berlin vor einem Jahrzehnt erst immer häufiger wurde, dann wieder verschwand: Heute spricht das kosmopolitische Berlin selbstverständlich überall Englisch. Doch deswegen werden die Fragen nicht weniger: Warum kein Arabisch? Warum kein Türkisch? Und wurden nicht noch eben Gruppen als Parallelgesellschaften stigmatisiert, die sich auf einer anderen als der deutschen Sprache unterhalten? Und sprechen denn wirklich alle Englisch?
Bertolt Brechts 1943 uraufgeführtes Drama »Leben des Galilei« ist eine dialektisch-materialistische Auseinandersetzung mit dem Spannungsverhältnis zwischen Wissenschaft, Macht, individueller Verantwortung und Opportunismus. Im Zentrum steht der Astronom und Physiker Galileo Galilei, dessen empirisch begründete Bestätigung des kopernikanischen Weltbildes – das die Sonne und nicht die Erde als Zentrum des Universums begreift – in fundamentalen Widerspruch zu den dogmatischen Vorstellungen der katholischen Kirche tritt. Die Ungleichheitsforscherin und Autorin Martyna Linartas und Podcaster und YouTuber Wolfgang M. Schmitt diskutieren über das Meisterwerk und dessen Aktualität.
Nach einem beruflichen Zusammenbruch fängt die Protagonistin in Verena Keßlers Roman neu an – an der Theke des MEGA GYM, in dem alles glänzt: Körper, Oberflächen, Versprechen. Ihr eigener Körper passt noch nicht ins Bild, doch das lässt sich ändern.
Anfang der 1960er: Wenige Jahre nachdem Theodor W. Adorno die Berufung Arnold Gehlens nach Heidelberg hintertrieben hatte, begannen sie einen Briefwechsel, trafen sich privat und zu Rundfunkgesprächen, die auch am Berliner Ensemble gehört wurden. Mit illustren Nebenfiguren wie Arendt, Augstein, Brecht, Benn und Wolfgang Harich schildert Thomas Wagner vor dem Hintergrund der deutschen Teilung und einer sich rasant modernisierenden Gesellschaft die Geschichte der Begegnung eines zurückgekehrten Exilanten mit einem Nazi-Karrieristen.
Eva von Redeckers philosophisch-kritischer Blick auf die Wirklichkeit hat ihr eine riesige Fangemeinde eingebracht. Mit Moderator Stephan Muschick diskutiert sie darüber, welche Energien wir brauchen, um in Freiheit leben zu können – wobei auch hier zu klären wäre, was genau damit gemeint ist. Wir sind gespannt auf menschengemachte Antworten.
Durch ein faszinierendes Figurenensemble aus Patient:innen und medizinischem Personal wird von der Psychiatrie als Ort erzählt, an dem tiefe Verwundbarkeit das Menschsein an seine Grenzen führt. Als Ort, der insbesondere während der NS- und Nachkriegszeit zum Einfallstor für Gewalt geworden ist. Als Echokammer deutscher Geschichte. Medizinische Diagnosen sagen viel über die Gesellschaft aus, in der sie gestellt werden. Und so fragt Kutschke danach, ob nicht der psychische Ausnahmezustand eine angemessene Reaktion auf die Zumutungen der Gesellschaft ist.
„Die Geschichte unserer Welt wurde immer wieder geändert. Dafür musste ich nicht in die Vergangenheit reisen. Alles was ich tun musste, war, die Geschichten zu ändern, die wir uns darüber erzählen“, postuliert Mithu Sanyal im Abspann – und das tut sie sprachgewaltig.
Eine fulminante Erzählung, in der mehr als die beiden Zeit- und Handlungsstränge miteinander verwoben sind – woke, witzig, wunderbar!
Eine Listicle-Texterin in der Content-Fabrik Smile Smile Inc. am Rand des stillgelegten Braunkohletagebaus Staublunge erlebt in wenigen Monaten die volle Wucht der Turbodigitalisierung. Ihre Kolleginnen werden dabei im Strudel von Algorithmen, Streamingdiensten und Onlinedating zermürbt. Hinzu kommt das ständige Start-up-Hopping und nimmersatte Social Media mit gehackten Accounts, wo virtuelle Doppelgängerinnen eine eigene Realität entwickeln, die alle für wahr halten.
«Arm, unglücklich, erschöpft? Dann mangelt es wohl am richtigen Mindset, am Willen, an ausreichend Disziplin, kurz: du bist selbst schuld.» So lautet das neoliberale Mantra unserer Zeit, lanciert von Politikern wie Ökonominnen, Influencern wie der eigenen Familie. Ausgeblendet werden dabei die gesellschaftlichen Bedingungen. Die Zuschreibung von Schuld an das Individuum ist ein grundlegender Mechanismus, um von gesellschaftlichen Missständen und Herrschaftsverhältnissen abzulenken. Jetzt legen 13 Autor:innen in persönlichen Essays Einspruch ein und ein Manifest kritischen Denkens vor.
Moderation: Katty Salié
Lernen Sie die acht nominierten Sachbücher und Autor:innen kennen und erfahren Sie mehr über das Sachbuchgenre und die Hintergründe des Preises.

Gesprächsreihe »Ist das noch|schon mein Land?« des PEN Berlin zum Thema Heimat. Hier mit: Reiner Holznagel (Präsident Bund der Steuerzahler Deutschland) | Judith

Gesprächsreihe »Ist das noch|schon mein Land?« des PEN Berlin zum Thema Heimat. Hier mit: Wolfgang Thierse (ehem. Präsident des Deutschen Bundestags – SPD) |

Homecoming & Jubiläum Über das Schreiben in der Autokratie und im Exil Mit Irina Scherbakowa, Marko Vidojković, Stella Gaitano, Can Dündar. Moderiert von

PEN Berlin’s talk series »Ist das noch|schon mein Land?« on the theme of Heimat. Featuring: Julia Cimafiejeva (poet, translator) | Ece Temelkuran (journalist,

Poetry Slam und Gespräch zum Abschluss unserer Reihe »Ist das noch|schon mein Land?« des PEN Berlin zum Thema Heimat. Hier mit Lucia Lucia

Aus der Gesprächsreihe »Ist das noch|schon mein Land?« des PEN Berlin zum Thema Heimat. Hier mit den Gästen Monchi (Sänger Feine Sahne Fischfilet,

Aus der Gesprächsreihe»Ist das noch|schon mein Land?« des PEN Berlin zum Thema Heimat. Hier mit den Gästen Marion Brasch (Schriftstellerin, Journalistin und Autorin

Aus der Gesprächsreihe »Ist das noch|schon mein Land?« des PEN Berlin zum Thema Heimat. Hier mit den Gästen Katja Kipping (ehem. Politikerin –

Aus der Gesprächsreihe »Ist das noch|schon mein Land?« des PEN Berlin zum Thema Heimat. Hier mit den Gästen Güner Balci (Autorin, Integrationsbeauftragte Berlin-Neukölln)

Aus der Gesprächsreihe: Ist das NOCH/SCHON mein Land des PEN BERLIN. In Köpenick mit den Gästen Dirk Zingler (Unternehmer, Präsident 1. FC Union

Aus der Gesprächsreihe: Ist das NOCH/SCHON mein Land des PEN BERLIN. In Greifswald mit den Gästen: Manja Präkels (Schriftstellerin) | Alexandru Bulucz (Schriftsteller);

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250 Jahre Vereinigte Staaten von Amerika Mit Horst Lauinger, Thea Dorn, Rieke Havertz und Nell Zink. Es liest: Benito Bause Auch wenn es

Zu keiner Zeit haben so viele Menschen allein gelebt, und nie war elementarer zu spüren, wie brutal das selbstbestimmte Leben in Einsamkeit umschlagen

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Reihe: Dürfen die das? Junge Autor:innen aus Ost und West erzählen Geschichte Nachwendekinder: Wir schaffen das? Nora Zabel und Frédéric Schwilden sprechen mit

Miriam Stein und Jule Ronstedt im Gespräch mit Silke Burmester »Wahnsinn Wechseljahre« titelte der SPIEGEL im Mai dieses Jahres mit dem Versprechen, das

Wolfgang M. Schmitt im Gespräch mit Achim Truger über »Holzfällen« von Thomas Bernhard Wir leben in einer Empörungsgesellschaft, lautet eine von vielen Gegenwartsdiagnosen. Assoziiert wird damit

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Moderation: Fatima Khan Die deutsch-indische Drehbuchautorin Durga reist zu einem diversen Writer’s Room nach London, um an einer entrassifizierten-dekolonialisierten Agatha-Christie-Serie mitzuarbeiten. Während das

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«Arm, unglücklich, erschöpft? Dann mangelt es wohl am richtigen Mindset, am Willen, an ausreichend Disziplin, kurz: du bist selbst schuld.» So lautet das

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