Barbara Yelin »Emmie Arbel. Die Farbe der Erinnerung«

Die Autorin im Gespräch mit Jakob Hoffmann

Wie erzählt man den Holocaust? Wie kann Aufarbeitung so gelingen, dass auch lange nach der Katastrophe geborene Generationen das »Nie wieder!« verstehen? Das sind Fragen, mit denen wir uns dringend (wieder) beschäftigen müssen.

Die Graphic Novel Autorin Barbara Yelin tut das schon lange. Immer wieder hat sie sich mit ihrer Protagonistin Emmie Arbel getroffen, die heute in Haifa lebt, und sich ihre Geschichte erzählen lassen: Geboren 1937 in Den Haag, wird Emmie Arbel mit ihrer jüdischen Familie 1942 von den Nazis deportiert. Sie überlebt die Konzentrationslager Ravensbrück und Bergen-Belsen, aber ihre Eltern und Großeltern werden ermordet. Mit ihrer Pflegefamilie wandert Emmie 1949 nach Israel aus, um ein neues Leben zu beginnen. Doch im Kibbuz fühlt Emmie sich isoliert und nirgends zugehörig, bis sie beginnt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Mit ihrer Graphic Novel schafft Barbara Yelin ein eigenständiges und eindringliches Stück Erinnerungsliteratur und eine Reflexion darüber, was Erinnern heißt. Darüber spricht die Autorin mit dem Kurator und Comicexperten Jakob Hoffmann.

Barbara Yelin »Emmie Arbel. Die Farbe der Erinnerung«, Reprodukt 2024

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