Emilia Roig
»Das Ende der Ehe«

Prosa der Verhältnisse mit Emilia Roig

Moderation Teresa Bücker
Auszüge gelesen von Yanina Cerón

Die Ehe ist in unserer Gesellschaft unantastbar. Trotz ihrer Institutionalisierung wird sie als Inbegriff der Liebe romantisiert und mythisch verklärt. Die Ehe normiert Beziehungen und Familie, kontrolliert Sexualität, den Besitz und die Arbeitskraft. Sie ist eine wichtige Stütze des Kapitalismus und lässt uns in binären Geschlechterrollen verharren. In ihrem mutigen und provokanten Buch ruft Emilia Roig daher das Ende der Ehe aus. Sie hinterfragt die Übermacht der Paare und untersucht, ob man Männer lieben und zugleich das Patriarchat stürzen kann. Letztlich wäre eine Abschaffung der Ehe nicht nur für Frauen befreiend, sondern für alle. Denn nur dann können wir Liebe in Freiheit und auf Augenhöhe miteinander neu denken und leben.

Die Buchpremiere wurde von Gudrun Hillert live in Deutsche Gebärdensprache verdolmetscht.

Weitere Sendungen

Camille Laurens »So wie du mich willst«

Die Autorin im Gespräch mit Daniela Dröscher. Aus dem Französischen simultan gedolmetscht von Kerstin Elsner Wer entweder Camille Laurens Überraschungserfolg »Es ist ein Mädchen« gelesen

Kaleb Erdmann »wir sind pioniere«

Besuch bei Buch: »wir sind pioniere« mit Kaleb Erdmann Junge Literatur als Homestory: Wir besuchen Kaleb Erdmann in Düsseldorf und besprechen »wir sind pioniere« (park

Daniela Dröscher »The Bad Mother«

Daniela Dröscher im Gespräch mit Sonja Longolius. Im Haus am Lützowplatz Rabenmutter, Glucke, Muttertier, Helikopter-Mutter, Stiefmutter, Leihmutter… Für Mütter gibt es viele Zuschreibungen, auch viele

Kaśka Bryla »Die Eistaucher«

Kaśka Bryla »Die Eistaucher« Im Gespräch mit Charlotte Milsch Iga, Jess und Ras sind Außenseiter:innen, doch gemeinsam bilden sie eine verschworene Gruppe, die unzertrennlichen »Eistaucher«.