»Gabriele Tergit«

Nicole Henneberg und Juliane Sucker im Gespräch mit Liane Schüller

Den Jahrhundertroman »Effingers« hat Gabriele Tergit auf der Flucht aus Nazideutschland und im Exil geschrieben. Bei seinem ersten Erscheinen 1951 wollte niemand die sich über vier Generationen erstreckende Berliner Familiensaga aus dem jüdischen Großbürgertum lesen. Mit der Neuausgabe ihrer Werke rückt die Schrifstellerin und Gerichtsreporterin Gabriele Tergit, die u. a. die ersten Prozesse gegen Adolf Hitler und Joseph Goebbels 1928 im Gerichtssaal in Moabit aufmerksam verfolgte, endlich wieder in den Fokus der literarischen Öffentlichkeit sowie der Wissenschaft.

Über die wechselhafte Rezeption dieser großen Autorin und die noch ungehobenen Schätze in ihrem Nachlass unterhält sich die Herausgeberin der Werkausgabe, Nicole Henneberg, mit der Literaturwissenschaftlerin Juliane Sucker, die den Ende 2020 erschienenen Band Text & Kritik über Gabriele Tergit ediert hat. Es moderiert Liane Schüller.

Gabriele Tergit »Effingers« Schöffling & Co., 2019
Gabriele Tergit »Vom Frühling und von der Einsamkeit. Gerichtsreportagen« Schöffling & Co, 2020
»Gabriele Tergit«. Hrsg. von Juliane Sucker. Text & Kritik: Bd. 228, 2020

Weitere Sendungen

»Berlins schönste Seiten« Folge 6

»Berlins schönste Seiten« Folge 6 Janika Gelinek und Sonja Longolius, Leiterinnen des Literaturhaus Berlin, und Felix Müller, Chef des Kulturressorts der Berliner Morgenpost, unterhalten sich

Meisterwerke: »Die Wand« von Marlen Haushofer

Wolfgang M. Schmitt im Gespräch mit Theresia Enzensberger über »Die Wand« von Marlen Haushofer Während eines Ausflugs in die Berge wird eine 40-jährige Frau plötzlich durch eine unsichtbare

Meet the Author: Şeyda Kurt »Hass«

Şeyda Kurt ist mit ihrem Buch »Hass. Von der Macht eines widerständigen Gefühls« zu Gast in der Literaturreihe #Vorzeichen. Im Gespräch mit Maha El Hissy,

»Berlins schönste Seiten« Folge 3

Diese Texte und Bücher werden besprochen:   Beppe Fenoglio: Eine Privatsache Aus dem Italienischen von Heinz Riedt Mit einem Nachwort von Francesca Melandri 2021, Verlag