
Verena Lueken »Alte Frauen«
Verena Lueken »Alte Frauen« Die Autorin im Gespräch mit Ulrike Edschmid, Ulrike Ottinger und Katharine Sehnert. Es moderiert Maria-Christina Piwowarski. Alter ist kein
Alter ist kein Ende, sondern ein Neubeginn. Das zeigen nicht nur unsere heutigen Gäste Ulrike Edschmid, Jeanine Meerapfel und Katharine Sehnert, sondern Frauen wie Vivian Gornick, Jane Campbell, Carmen Herrera oder Lucinda Childs. Mit vielen von ihnen hat Verena Lueken für ihr neues Buch gesprochen und sie sehr persönlich porträtiert. Manche haben sich neu erfunden, andere haben immer weitergemacht und schaffen im hohen Alter den internationalen Durchbruch als Künstlerinnen und Schriftstellerinnen. Sie sind mutig, fordern nichts ein, aber nehmen sich, was sie brauchen.
Besprochene Titel:
Joan Didion »Notes to John«, Knopf 2025
Sasha Filipenko »Die Elefanten«, aus dem Russischen von Ruth Altenhofer, Diogenes Verlag 2026
Svenja Liesau »Es war nicht anders möglich«, Rowohlt Berlin 2026
Mit »Schamaninnen« folgt nun die Fortsetzung von Ulli Lusts groß angelegter Erforschung unserer Ursprünge und der Rolle der Frau in der menschlichen Kunst- und Kulturgeschichte. Kinder werden geboren, andere sterben, die Venus von Willendorf wird geschaffen. Doch zeigt sie wirklich eine Göttin? Oder war sie Werkzeug der Schamanin, ein Avatar zur Reise durch Geisterwelten, wie sie sich bis heute in Mythen und Märchen finden?
Im Rückgriff auf eigene Erfahrungen, philosophische und soziologische Ideen ergründet Daniel Schreiber in »Allein« das Spannungsverhältnis zwischen dem Wunsch nach Rückzug und Freiheit und dem nach Nähe, Liebe und Gemeinschaft. Dabei leuchtet er aus, welche Rolle Freundschaften in diesem Lebensmodell spielen: Können sie eine Antwort auf den Sinnverlust in einer krisenhaften Welt sein? Ein zutiefst erhellendes Buch über die Frage, wie wir leben wollen. Daniel Schreiber, Essayist, Kunstkritiker und Übersetzer, spricht darüber mit der Autorin und Literaturkritikerin Gabriele von Arnim.
Vier Soziolog:innen, vier Blickwinkel auf eine Gegenwart, die vielen aus den Fugen geraten scheint. Teresa Koloma Beck, Steffen Mau, Heinz Bude und Stephan Lessenich diskutieren mit der Moderatorin Vivian Perkovic über Transformationsprozesse, Strukturen und Konfliktlinien, die unsere Gesellschaft prägen. Wie entstehen soziale Konflikte? Wie wirken der Kolonialismus und die DDR-Geschichte bis in unsere Gegenwart nach? Und wie lässt sich diese Welt überhaupt noch erklären? Vier der profiliertesten Stimmen der deutschen Soziologie wagen an diesem Abend einen gemeinsamen Versuch.
Die komplette (Neu)Übersetzung der legendären Zeitschrift La Révolution Surréaliste. Ihre zwölf Ausgaben erschienen von 1924 bis 1929 und sind ein Hauptdokument des französischen und internationalen Surrealismus. Sie zeigen Aufbruch, Widersprüche und Weiterentwicklungen dieser frühen chaotischen Phase der Bewegung. Die Zeitschrift enthält berühmte Umfragen, Manifeste und andere Texte, sowie viele Abbildungen. Eine deutschsprachige Gesamtausgabe mitsamt den konzeptionell wichtigen Abbildungen existierte bisher nicht. Nach 100 Jahren ist es Zeit für eine Revision und Relektüre.
Besprochene Titel:
Elias Hirschl »Schleifen«, Zsolnay 2026
Abbas Khider »Der letzte Sommer der Tauben«, Hanser Verlag 2026
Carlo Levi »Die doppelte Nacht. Eine Deutschlandreise im Jahr 1958«, Verlag C. H. Beck 2025
Schon irre, wie die Zeit rast. Gefühlt waren wie die ganze Zeit dabei. Wie er mit seinen Brüdern auf dem Gelände der Nervenheilanstalt aufwuchs, in der sein Vater Direktor war. Mit 16 war Joachim Meyerhoff Austauschschüler in den USA. Zum Schauspielstudium zog er zu den Großeltern nach München, spielt(e) Theater, wurde dreimal »Schauspieler des Jahres«, wechselte von der Wiener Burg an die Schaubühne, bekam einen Schlaganfall, sah »Hamster im hinteren Stromgebiet«. Danach brauchte er dringend einen Tapetenwechsel und eine Auszeit bei seiner Mama Susanne in Schleswig.
»Wir schaffen das«: Vor mehr als zehn Jahren sagte die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel diesen Satz mit Hinblick auf die Herausforderungen, die Deutschland durch die Aufnahme zehntausender Menschen, die aus Syrien nach Europa fliehen, erwarten würde. Ein Satz voller Optimismus für eine Zeit, die das soziale Umfeld vieler Menschen verwandelte. PEGIDA-Demonstrationen wurden größer, die AfD gewann an Zuwachs und gleichzeitig setzte bei einem Teil einer jungen Generation eine erste Politisierung ein. Wie aber hat sich das Land und das soziale Klima in Ost – und Westdeutschland seither bis zum 36. Jahr der »Deutschen Einheit« verändert?
In seinem neuen Roman fragt Stefan Hertmans, was uns Freundschaft bedeutet, was ein Gemälde in uns bewegen kann, und wie wir der voranschreitenden Zerstörung der Natur begegnen wollen. Die Kunsthistorikerin Mathilda Legemah, die im Hamburger Bahnhof für die Strategieentwicklung zuständig ist, spricht mit dem Autor im wunderschönen Botticelli-Saal der Gemäldegalerie über Kunst und Freundschaft. Es liest der Schauspieler Matthias Matschke.
Besprochene Titel:
Julian Barnes »Abschied(e)«, aus dem Englischen von Gertraude Krueger, Kiepenheuer & Witsch 2026
Stefan Hertmans »Dius«, aus dem Niederländischen von Ira Wilhelm, Diogenes 2025
Tezer Özlü »Suche nach den Spuren eines Selbstmordes«, Suhrkamp 2024
In der Türkei längst viel gelesen und verehrt, wird »Tezer Özlüs Weltliteratur« – wie die Berlin Review No. 15 voller Hochachtung zusammenfasst – nun endlich auch in Deutschland wahrgenommen. An diesem Abend spricht die Lektorin Martina Wunderer mit der Schriftstellerin Emine Sevgi Özdamar und dem Autor und Übersetzer des Romans Deniz Utlu über ihre Lektüren dieser großen literarischen Wiederentdeckung.
Die Autorin Miriam Stein machte in Deutschland als eine der ersten mit ihrem Buch »Die gereizte Frau« (2022) und ein Jahr später mit dem sehr erfolgreichen Hashtag #wirsind9millionen dafür stark, den Wechseljahren auch hier zu Lande gesellschaftliches Gehör und politische Relevanz zu geben. Seitdem sind viele tolle Bücher zum Thema erschienen: politische, gesellschaftlichskritische und literarische, wie etwa das Debüt der Regisseurin und Schauspielerin Jule Ronstedt, ein Episodenroman so schreiend komisch, dass man geradezu Lust auf die Wechseljahre bekommt. Gemeinsam mit der Journalistin und Herausgeberin des äußerst erfolgreichen Online-Magazins für Rausch, Revolte, Wechseljahre »Palais F*luxx«, Silke Burmester, sprechen die beiden Autorinnen über die Chancen der Metamorphose in heißen Jahren.
In den Geistesblüten spricht Douglas Stuart mit Christian Dunker über Geschlecht, Klasse und Konformität. Übers Schreiben, über die Wünsche seiner und jüngerer Generationen, über Alkohol und Schokolade, über William S. Burroughs, die Verfilmung seines Aufregers »Queer« und Douglas´ eigener Faszination für Daniel Craig.
In der Reihe »Gespräche über das Ganze« gibt Jenny Erpenbeck Auskunft über ihren literarischen Werdegang, vom Debüt »Geschichte vom alten Kind« aus dem Jahr 1999 bis zu ihrem Erfolgsroman »Kairos«, für den sie 2024 als erste Deutsche mit dem International Booker Prize ausgezeichnet wurde.
Am 16.12.2025 jährt sich Jane Austens Geburtstag zum 250. Mal. Und wir werden sie standesgemäß im Aurora Saal des Schloss Köpenick gemeinsam mit drei bekennenden Austen-Ultras feiern: die Schriftstellerin Verena Roßbacher, die Übersetzerin Andrea Ott und die Schauspielerin und Regisseurin Adriana Altaras kommen und stellen Lieblingsfiguren und Lieblingsszenen aus dem Kosmos Jane Austens vor.
»Eine Erregung« lautet der Untertitel zu Bernhards Meisterwerk »Holzfällen«, in dem der Protagonist aus dem Ohrensessel eine Wiener Abendgesellschaft beobachtet, die in kultureller Betulichkeit erstarrt ist und deren Opportunismus grenzenlos zu sein scheint. Thomas Bernhard erweist sich mit diesem 1984 erschienen Roman erneut als großer Provokateur und noch größerer Stilist. Der Ökonom Prof. Dr. Achim Truger ist ebenso wie Gastgeber und Podcaster Wolfgang M. Schmitt ein Verehrer von Bernhards Literatur. Sie sprechen über ihre gemeinsame Faszination und über die Aktualität eines Schreibens, das sich weder formal noch inhaltlich mit der herrschenden Ordnung gemeinmachen will. Was, wenn wir uns nicht weniger, sondern nur elaborierter empören müssen?
Besprochene Titel:
Jane Austen »Sämtliche Briefe«, Manesse 2025
Thomas Hettche »Sinkende Sterne«, Kiepenheuer & Witsch 2023
Clemens J. Setz »Rainer Maria Rilke«, Reclam 2025
Die »Parole« ist ein Schimpfwort, mit dem man die Kommunikation politisch unliebsamer Gegner belegt. Sie verkürzt, vereinfacht und wird zur Kennzeichnung von Populisten herangezogen. Gleichzeitig ist die Parole ein zentrales Werkzeug politischer Kommunikation. Ohne Parolen geht politisch gar nichts. Vor allem Proteste und Soziale Bewegungen machen von ihr Gebrauch. Durch den Siegeszug von Social Media als Kommunikationsweg wird der Einsatz von Parolen noch verstärkt – mit immensen Auswirkungen auf die politische Sprache. Werden wir in Zukunft nur noch in Parolen kommunizieren? Und wenn ja, wäre das bedauernswert?
Die Autorin Dana von Suffrin, Trägerin des Chamissopreises 2025, und die Filmemacherin Ulrike Ottinger (»Chamissos Schatten«) sprechen, moderiert von der Literaturwissenschaftlerin Selma Jahnke, über Fragen zu Herkunft und Fremdsein, Reisen und Bleiben, der unabschließbaren Suche nach Vergangenheit und Zukunft, Geborgenheit und Weite. Auf ganz unterschiedliche Art lassen sich von den Werken der Künstlerinnen Verbindungslinien zum Dichter und Forscher Chamisso ziehen – eine Expedition in Bild und Text.
»Im Jahr 2016 suchte ich in Berlin elf Monate lang nach einer bezahlbaren Mietwohnung. Zwischendurch war ich so verzweifelt, dass ich in Erwägung zog, wieder nach Ostfriesland zurückzuziehen.« So beginnt Jan Brandts Buch »Ein Haus auf dem Land. Eine Wohnung in der Stadt«.
Wie steht es fast zehn Jahre später um die Wohn- und Arbeitssituation für Schriftsteller:innen in der Literaturstadt Berlin? Welche kreativen und digitalen Freiräume braucht die Literatur dieser Stadt? Welche Arbeitsräume brauchen Autor:innen im wachsenden Berlin, um literarisch schreiben zu können? Und welche realen Orte braucht es, damit sich Literatur im Dialog zwischen Publikum und Schriftsteller:innen entfalten und wirken kann?
Sarajevo vor dreißig Jahren. Es herrscht Krieg. Die Stadt ist belagert. Die Menschen harren aus, kämpfen und versuchen trotzem ihr Leben zu leben. So wie die beiden Protagonistinnen in Nenad Veličkovićs und Vernesa Berbos Romanen, die an diesem Sarajevo-Abend aufeinandertreffen.
Besprochene Titel:
Arundhati Roy »Meine Zuflucht und mein Sturm«, aus dem Englischen von Anette Grube, S. Fischer Verlag 2025
Victor Heringer »Die Liebe vereinzelter Männer«, aus dem Portugiesischen von Maria Hummitzsch, März Verlag 2025
Samanta Schweblin »Das gute Übel«, aus dem argentinischen Spanisch von Marianne Gareis, Suhrkamp 2025
Literatur spiegelt die Umbrüche der Gesellschaft, sie durchlebt die Krisen, die unsere Gegenwart ausmachen – sozial, politisch, ökonomisch und auch ästhetisch. Im Jahr 1989 wollte man dazu die Autor:innen auf der großen Bühne hören: Von Christa Wolf und anderen erwarteten die Demonstrant:innen auf dem Berliner Alexanderplatz Orientierung. Im »deutsch-deutschen Literaturstreit« und in den Skandalen um Strauß, Grass, Handke oder Walser veränderte sich die Öffentlichkeit von Grund auf. Die »Popliteratur« erklärte Autor:innen nur noch zu Marken unter anderen. Im Hintergrund erprobte Amazon am Beispiel des Buchs erstmals die Möglichkeiten des digitalen Kapitalismus. Welche dieser Debatten seit 1989 gehen uns heute (noch) an, was ist Literaturgeschichte geworden und was wirkt (noch) unmittelbar in die Gegenwart rund um die Debatten über Migration, Identität oder Klassismus? Welche Fragen haben sich erübrigt und welche Diskussionen wären dringend zu führen?
Anna Seghers konnte sich mit ihrer Familie in letzter Minute aus Marseille nach Mexiko retten und lebte dort von 1941 bis Anfang 1947 im Exil. Hier hat sie ihren größten literarischen Erfolg errungen, die Veröffentlichung ihres Romans »Das siebte Kreuz«, hier erlitt sie aber auch ihren tiefsten Schmerz, die Nachricht über Deportation und Tod ihrer Mutter. Über Seghers‘ Zeit in Mexiko spricht die Germanistin Monika Melchert mit Claudia Cabrera, die in Mexiko-Stadt tätig ist und die Exilwerke von Seghers ins mexikanische Spanisch übersetzt hat.
Die deutschsprachige Lyrik ist derzeit vermutlich so vielfältig und qualitativ wie selten zuvor. An diesem Abend lässt sich ein hervorragender Ausschnitt aus dieser reichen Textlandschaft erleben. Wir haben die Lyrikerin Birgit Kreipe nach ihren ganz persönlichen Highlights des bisherigen Jahres gefragt. Herausgekommen sind nachdrückliche Lektürehinweise auf Bände, die im Laufe des Jahres erschienen sind und besonders zu überzeugen wissen: das Fanbook 2025 einer kundigen und neugierigen Leserin.
»Die Lizenz, die Israel, das Land der Opfer, lange Zeit genoss und missbrauchte, könnte an ihr Ende gelangen«, schrieb der israelisch-amerikanische Holocaust- und Genozidforscher Omer Bartov im April 2025 während der Hungerblockade von Gaza. Im Gespräch mit dem Herausgeber der »Berlin Review« Tobias Haberkorn spricht der Historiker Omer Bartov über die außerordentlichen Folgen des 7. Oktobers und der Zerstörung Gazas auf die moralische Ordnung der Welt.
Carmen-Francesca Banciu zählt zu den eindrucksvollsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Geboren in Rumänien und seit über dreißig Jahren in Berlin beheimatet, schafft sie in deutscher Sprache Werke von bemerkenswerter Tiefe und Originalität.
»Da kann man jetzt nur noch auf Englisch bestellen.« Ein Satz, der in Berlin vor einem Jahrzehnt erst immer häufiger wurde, dann wieder verschwand: Heute spricht das kosmopolitische Berlin selbstverständlich überall Englisch. Doch deswegen werden die Fragen nicht weniger: Warum kein Arabisch? Warum kein Türkisch? Und wurden nicht noch eben Gruppen als Parallelgesellschaften stigmatisiert, die sich auf einer anderen als der deutschen Sprache unterhalten? Und sprechen denn wirklich alle Englisch?
Besprochene Titel:
Moshtari Hilal und Sinthujan Varatharajah »Englisch in Berlin. Ausgrenzungen in einer kosmopolitischen Gesellschaft«, Wirklichkeit Books 2022
Katerina Poladjan »Goldstrand«, S. Fischer Verlag 2025
Tim Staffel »Wasserspiel«, Kanon Verlag 2025
Bertolt Brechts 1943 uraufgeführtes Drama »Leben des Galilei« ist eine dialektisch-materialistische Auseinandersetzung mit dem Spannungsverhältnis zwischen Wissenschaft, Macht, individueller Verantwortung und Opportunismus. Im Zentrum steht der Astronom und Physiker Galileo Galilei, dessen empirisch begründete Bestätigung des kopernikanischen Weltbildes – das die Sonne und nicht die Erde als Zentrum des Universums begreift – in fundamentalen Widerspruch zu den dogmatischen Vorstellungen der katholischen Kirche tritt. Die Ungleichheitsforscherin und Autorin Martyna Linartas und Podcaster und YouTuber Wolfgang M. Schmitt diskutieren über das Meisterwerk und dessen Aktualität.
Über das Gelingen engagierten Schreibens im letzten Jahrhundert und heute spricht Thomas Geiger mit dem diesjährigen Günter-Grass-Preisträger Gert Loschütz, mit der Autorin Inger-Maria Mahlke und mit dem Direktor des Günter-Grass-Hauses, Jörg-Philipp Thomsa in der Landesvertretung Schleswig-Holstein.
Besprochene Titel:
Jokha Alharthi »Herrinnen des Mondes«, übersetzt von Claudia Ott, Dörlemann 2025
Berit Glanz »Unter weitem Himmel«, Berlin Verlag 2025
Eloy Moreno »Unsichtbar«, übersetzt von Ilse Layer, Fischer Sauerländer 2024
Anfang der 1960er: Wenige Jahre nachdem Theodor W. Adorno die Berufung Arnold Gehlens nach Heidelberg hintertrieben hatte, begannen sie einen Briefwechsel, trafen sich privat und zu Rundfunkgesprächen, die auch am Berliner Ensemble gehört wurden. Mit illustren Nebenfiguren wie Arendt, Augstein, Brecht, Benn und Wolfgang Harich schildert Thomas Wagner vor dem Hintergrund der deutschen Teilung und einer sich rasant modernisierenden Gesellschaft die Geschichte der Begegnung eines zurückgekehrten Exilanten mit einem Nazi-Karrieristen.
Mit Maryam Aras, Mati Shemoelof
Moderation Asal Dardan
Literarisches Schreiben bietet einen geschützten Raum für Menschen, deren Erfahrungen, Empfindungen und Sichtweisen im gesellschaftlichen Diskurs kaum Platz finden. Zugleich lädt das geschriebene Wort dazu ein, sich Zeit für einen Perspektivwechsel zu nehmen, der frei von Folgen bleiben kann. In einer Lesung mit anschließendem Gespräch präsentieren Autor:innen Texte und Gedichte, in denen das Schreiben für sie zu einem solchen Rückzugsort wurde.
Kaum jemand kann so geschickt politische Diskurse als Liebeslieder tarnen wie Bernadette La Hengst. Sie veröffentlichte seit 1988 knapp 20 Alben. In den 1990ern wurde sie mit ihrer Band Die Braut haut ins Auge zur facettenreichsten Protagonistin der Hamburger Schule. Sie ist nicht nur eine großartige Songschreiberin und Musikerin, sondern auch Regisseurin, Chorleiterin, Radiomoderatorin und Autorin. Mit »Warum ich so laut singen kann« liegt nun erstmals eine umfangreiche und kommentierte Sammlung ihrer Songtexte vor.

Verena Lueken »Alte Frauen« Die Autorin im Gespräch mit Ulrike Edschmid, Ulrike Ottinger und Katharine Sehnert. Es moderiert Maria-Christina Piwowarski. Alter ist kein

»Berlins schönste Seiten« Folge 70 Didion, Filipenko, Liesau In Folge 70 ihres Podcasts sprechen Janika Gelinek, Sonja Longolius und Felix Müller, der Chef

Buchpremiere Ulli Lust »Die Frau als Mensch 2: Schamaninnen« Moderiert von Celina Spieth Kein Zufall, dass die Sachbuchsensation fett gedruckt ist: Der 2025

Zu keiner Zeit haben so viele Menschen allein gelebt, und nie war elementarer zu spüren, wie brutal das selbstbestimmte Leben in Einsamkeit umschlagen

Teresa Koloma Beck, Steffen Mau, Heinz Bude und Stephan Lessenich versuchen, diese Welt zu erklären. Es moderiert Vivian Perkovic Vier Soziolog:innen, vier Blickwinkel

Sürrealismus mit „ü“: Warum und wie man eine 100 Jahre alte Zeitschrift reanimiert Unter Mitwirkung von Milena Adam, Andreas Dimmler, Benjamin Dittmann-Bieber, Christian

»Berlins schönste Seiten« Folge 69 Hirschl, Khider, Levi In Folge 69 ihres Podcasts sprechen Janika Gelinek, Sonja Longolius und Felix Müller, der Chef des

Schon irre, wie die Zeit rast. Gefühlt waren wie die ganze Zeit dabei. Wie er mit seinen Brüdern auf dem Gelände der Nervenheilanstalt

Reihe: Dürfen die das? Junge Autor:innen aus Ost und West erzählen Geschichte Nachwendekinder: Wir schaffen das? Nora Zabel und Frédéric Schwilden sprechen mit

Der Autor im Gespräch mit Mathilda Legemah. Es liest Matthias Matschke. Als Dius an seiner Haustür klingelt, ist Anton überrascht und irritiert. Keiner

»Berlins schönste Seiten« Folge 68 Barnes, Hertmans, Özlü In Folge 68 ihres Podcasts sprechen Janika Gelinek, Sonja Longolius und Felix Müller, der Chef

Emine Sevgi Özdamar und Deniz Utlu im Gespräch mit Martina Wunderer »1949. In einer Provinzstadt in Anatolien mit 4000 Einwohnern lerne ich die

Miriam Stein und Jule Ronstedt im Gespräch mit Silke Burmester »Wahnsinn Wechseljahre« titelte der SPIEGEL im Mai dieses Jahres mit dem Versprechen, das

Douglas Stuart is in the House aka Geistesblüten! Darüber freuen wir uns riesig. 2020 wurde sein Debütroman »Shuggie Bain« mit dem Booker Prize

Im Gespräch mit Jörg Magenau Schriftstellerinnen und Schriftsteller schreiben Bücher. Doch irgendwann blicken sie auf ein Werk zurück. Das Werk aber ist mehr als

Happy Birthday, Jane Austen! Zum 250. Geburtstag schwärmen und plaudern Verena Roßbacher, Andrea Ott und Adriana Altaras. Es liest (as British as possible)

Wolfgang M. Schmitt im Gespräch mit Achim Truger über »Holzfällen« von Thomas Bernhard Wir leben in einer Empörungsgesellschaft, lautet eine von vielen Gegenwartsdiagnosen. Assoziiert wird damit

»Berlins schönste Seiten« Folge 67 In Folge 67 ihres Podcasts sprechen Janika Gelinek, Sonja Longolius und Felix Müller, der Chef des Kulturressorts der

Politik und Ästhetik der Parole Daphne Weber im Gespräch mit Korbinian Frenzel Die »Parole« ist ein Schimpfwort, mit dem man die Kommunikation politisch

Chamissos Spuren Die Filmemacherin Ulrike Ottinger und die Preisträgerin des Chamisso-Preises 2025 Dana von Suffrin im Gespräch mit Selma Jahnke. »Ich bin nirgends

Mit Jan Brandt, Peer Mock-Stümer, Birgit Möhring und Sonja Longolius, einem Impulsvortrag von Janika Gelinek und einer künstlerischen Intervention. Es moderieren Anne-Dore Krohn

Vernesa Berbo und Nenad Veličković im Gespräch mit Vivian Perkovic. Aus dem Bosnischen übersetzt Christoph Rolle, es liest David Ruland. Sarajevo vor dreißig

»Berlins schönste Seiten« Folge 66 00:00 Begrüßung und Einstiegsfrage In Folge 66 ihres Podcasts sprechen Janika Gelinek, Sonja Longolius und Felix Müller, der

Der Literaturwissenschaftler im Gespräch mit Daria Razumovych und Thomas Hummitzsch Literatur spiegelt die Umbrüche der Gesellschaft, sie durchlebt die Krisen, die unsere Gegenwart

Claudia Cabrera im Gespräch mit Monika Melchert Anna Seghers konnte sich mit ihrer Familie in letzter Minute aus Marseille nach Mexiko retten und

Ausgewählt und vorgestellt von Birgit Kreipe Daniel Bayerstorfer und Nadja Küchenmeister in Lesung und Gespräch Die deutschsprachige Lyrik ist derzeit vermutlich so vielfältig

Omer Bartov: On Writing Today Der Historiker Omer Bartov im Gespräch mit Tobias Haberkorn »Die Lizenz, die Israel, das Land der Opfer, lange

Carmen-Francesca Banciu zählt zu den eindrucksvollsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Geboren in Rumänien und seit über dreißig Jahren in Berlin beheimatet, schafft sie

»Da kann man jetzt nur noch auf Englisch bestellen.« Ein Satz, der in Berlin vor einem Jahrzehnt erst immer häufiger wurde, dann wieder

»Berlins schönste Seiten« Folge 65 00:00 Begrüßung und Einstiegsfrage 02:36 Sonja stellt Katerina Poladjan »Goldstrand« vor 13:22 Felix stellt Tim Staffel »Wasserspiel« vor

Wolfgang M. Schmitt im Gespräch mit Martyna Linartas über »Leben des Galilei« von Bertolt Brecht Bertolt Brechts 1943 uraufgeführtes Drama »Leben des Galilei«

Über das Gelingen engagierten Schreibens im letzten Jahrhundert und heute spricht Thomas Geiger mit dem diesjährigen Günter-Grass-Preisträger Gert Loschütz, mit der Autorin Inger-Maria

»Berlins schönste Seiten« Folge 64 00:00 Begrüßung und Einstiegsfrage 05:00 Janika stellt Jokha Alharthi »Herrinnen des Mondes« vor 15:40 Sonja stellt Eloy Moreno

Moderation: Sebastian Friedrich Anfang der 1960er: Wenige Jahre nachdem Theodor W. Adorno die Berufung Arnold Gehlens nach Heidelberg hintertrieben hatte, begannen sie einen

Mit Maryam Aras, Mati Shemoelof Moderation Asal Dardan Literarisches Schreiben bietet einen geschützten Raum für Menschen, deren Erfahrungen, Empfindungen und Sichtweisen im gesellschaftlichen

Backing Vocals Nick Nuttall Moderation Jenni Zylka Kaum jemand kann so geschickt politische Diskurse als Liebeslieder tarnen wie Bernadette La Hengst. Sie veröffentlichte