Stefan Hertmans »Dius«

Der Autor im Gespräch mit Mathilda Legemah. Es liest Matthias Matschke.

Als Dius an seiner Haustür klingelt, ist Anton überrascht und irritiert. Keiner seiner Studenten an der Kunsthochschule ist bisher so ungeniert in sein Privatleben vorgedrungen. Oder hat ihm gar seine Freundschaft und einen Schreibplatz in einem alten Dorfhaus inmitten nordisch rauer Landschaft angetragen. Im Wechsel aus konzentriertem Arbeiten, intimen Gesprächen und langen Spaziergängen entwickelt sich dort ein fast altmodisch anmutendes Band der Freundschaft zwischen den beiden Männern, das durch die gemeinsame Liebe zur Kunst gefestigt scheint.

In seinem neuen Roman fragt Stefan Hertmans, was uns Freundschaft bedeutet, was ein Gemälde in uns bewegen kann, und wie wir der voranschreitenden Zerstörung der Natur begegnen wollen. Die Kunsthistorikerin Mathilda Legemah, die im Hamburger Bahnhof für die Strategieentwicklung zuständig ist, spricht mit dem Autor im wunderschönen Botticelli-Saal der Gemäldegalerie über Kunst und Freundschaft. Es liest der Schauspieler Matthias Matschke.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Gemäldegalerie Berlin.

Stefan Hertmans »Dius«, aus dem Niederländischen von Ira Wilhelm, Diogenes 2025

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