Mediathek

Wohl wissend, dass Dichtung und Wahrheit hier nah beieinanderliegen, widmet sich Jens Jessen den deutschen Befindlichkeiten und Befangenheiten. In seinem fulminanten Essay spießt er jene karikaturhaft überzeichneten Zuschreibungen auf, die nicht zuletzt von uns Deutschen selbst sorgfältig gehegt werden.

Geschichten können die Welt retten – oder sie zerstören. Von der Antike bis zur Gegenwart haben uns Erzählungen entscheidend beeinflusst. Und tun es weiterhin: Samira El Ouassil und Friedemann Karig zeigen, mit welchen Storys Trump seine Anhänger/-innen motivierte und wie Lügen der Querdenker/-innen verfangen.

»Seit Tagen lebt meine Mutter in einem Luftschutzkeller. Sie ist 86. Sie ist Kriegskind und hat schon einmal die Stadt zerbombt gesehen. Sie sitzt dort unten mit 150 Leuten in einem Kellerraum unter einer Schule in Kiew. Die ganze Zivilbevölkerung in den europäischen Staaten muss auf die Straße gehen.«
Katja Petrowskaja, Schriftstellerin

Die Romantik: die bedeutende literarische Epoche, zu der jede:r gleich Gedichte, Bilder und Töne vor sich hat. Der Literaturwissenschaftler Stefan Matuschek blickt in seinem Epochenporträt weit über Deutschland hinaus, nach England und Schottland, nach Italien und Frankreich, und schildert die Romantik als großen Impuls der Moderne, der bis in die Gegenwart hinein wirkt.

Alexander Kluge im Gespräch mit Janika Gelinek und Sonja Longolius (Literaturhaus Berlin) und Nikolai Longolius (schnee von morgen webTV) über Freud, Aale und den locus amoenus im Netz.

In ihrem Essay »Gedankenspiele über die Gelassenheit« erzählt die 1923 geborene Schriftstellerin Ilse Helbich mit Weltwissen und Lebensvertrauen vom Älterwerden und dem, was damit im Idealfall einhergeht: Gelassenheit.

Auch 2022 ist auf ein Trio Verlass: versiert, kämpferisch und humorvoll diskutieren die Autor:innen und Journalist:innen Elke Schmitter und Jens Bisky mit dem Historiker Jörg Baberowski über die neuesten Sachbücher.

Dass Lesen weit mehr ist als das sinnstiftende Erfassen von Buchstaben, zeigen die vier Übungen, die dieser Essay versammelt. Sie führen das Lesen zusammen mit dem Schreiben, dem Hören, dem Beten und dem Genießen: Der heute nur wenigen bekannte Franz Xaver Kappus regte Rilke durch seine Briefe zu einer Auseinandersetzung mit den Grundlagen des Dichtens an, die bis heute Schreibende (und Lesende) inspiriert.

Das sechste deutsch-ukrainische Schriftstellertreffen der »Brücke aus Papier« sollte die Schriftsteller:innen beider Länder in die Ukraine führen. Doch die Corona-Pandemie erforderte ein komplettes Umdenken. Ein Projekt allerdings, das sich als »Brücke« versteht, ist angesichts einer solchen Situation gefordert, auf neuen Wegen zusammenzukommen. So entstand die Idee der virtuellen Veranstaltung »Paperbridge Circle«.

Das sechste deutsch-ukrainische Schriftstellertreffen der »Brücke aus Papier« sollte die Schriftsteller:innen beider Länder zusammenführen. Doch die Corona-Pandemie erforderte ein komplettes Umdenken. So entstand die Idee der virtuellen Veranstaltung »Paperbridge Circle«: Ein Halbkreis in Iwano-Frankiwsk mit ukrainischen und ein Halbkreis in Berlin mit deutschen Autor:innen werden zu einem simultan gedolmetschten ukrainisch-deutschen Kreis zusammengefügt.

A conversation between author and academic Adrian Daub and open Government advocate Bianca Wylie. Daub recently wrote What Tech Calls Thinking, a playful, insightful account of the ways tech tries to subvert criticism of itself by adopting counter-cultural tropes and language.

Die Holocaustüberlebende und Zeitzeugin Margot Friedländer erinnert in diesem Interview-Buch gemeinsam mit ihrer Gesprächspartnerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger an den Holocaust und ermahnt die Leser, dass so etwas nie wieder passieren darf.

Wie fühlt es sich an, „transclass“ zu sein? Wie lebt man mit diesem ewigen Zickzack zwischen verschiedenen sozialen Welten und Blickwinkeln? Welche persönlichen Erfahrungen durchkreuzen die Logik der Klassengesellschaft und ihre Aufstiegserzählungen?

Türkiye’nin en çok satan yazarı Ahmet Ümit ve Alman edebiyat dünyasının tanınmış yazarlarından Feridun Zaimoğlu „Göçün 60. yılında – iki şehir iki yazar“ etkinliğinde bir araya gelecek.

Das Spiel mit Rollen und Identitäten ist dem Theater immanent. Selbst postdramatische Formate kommen selten ohne Zuschreibungen aus. Wie aber kommt das Koordinatensystem zustande, das Identität und Rolle auf der Theaterbühne konstituiert?

Müssen Frauen immer Mütter sein? Und schön? Welche Rolle haben ihnen die verschiedenen patriarchalen Gesellschaften, sei es in Kolumbien, sei es in Japan, im 21. Jahrhundert zugedacht?

Der syrische Orientalist und Kulturhistoriker Dr. Azad Hamoto und der Lektoratsleiter der Internationalen Jugendbibliothek Jochen Weber besprechen den arabischsprachigen Kinder- und Jugendbuchmarkt.

Die Literatur der außereuropäischen Länder und Sprachen zu verstehen, und damit gesellschaftliche Themen und Entwicklungen in weiten Teilen der Welt, ist ohne Übersetzungen nicht möglich.

Dr. Joachim Umlauf, Leiter des Goethe-Instituts Bukarest, spricht mit Dana von Suffrin über ihre literarische Tätigkeit und ihr Verhältnis zu Rumänien, da ihr Roman »Otto« sich in Teilen in Siebenbürgen abspielt.

The Goethe-Institut Toronto was delighted to host award-winning authors Colm Tóibín and Susan Bernofsky for a conversation about Thomas Mann’s »The Magic Mountain« and Tóibín’s new book »The Magician«.

Mag die Fantasy in mittelalterlichen Anderswelten und die Science-Fiction in zukünftigen Galaxien spielen, so transportieren sie doch immer auch Imaginationen und Projektionen, die ihren Hintergrund in gegenwärtigen politisch-gesellschaftlichen Gegebenheiten haben.

Marion Kraft und Katharina Oguntoye sprechen über Schwarze deutsche Geschichte und Literatur.

The translator of Paul Celan, Pierre Jolis, in conversation with Toronto academic Nicholas Hauck about his translations of the works of Paul Celan and other poetry. They go on to touch on the issue of objectivity, the textual fidelity of translations and their borderline with creation, and answer questions from the audience.

Die Projektvorstellungen der Preisträger:innen des Berliner Arbeitsstipendiums für Autorinnen und Autoren werden begleitet von einer Diskussion über Berlin als Schaffensort von Literatur.

„Der Tarantino des Theaters, ich! / Der weibliche Quentin, die inglorious Poetin! / die Nagellack-Faust!“ So stellt sich die Autorin Sivan Ben Yishai in ihrem jüngsten Stück »Like Lovers Do (Memoiren der Medusa)« vor.

Im Gespräch mit Andreas Platthaus sortiert Dietmar Dath seine bisher gut 40 erschienenen Bücher (Romane, Essayistik, Sachbuch) zu einzelnen Werkkomplexen.

Eigenverantwortung und kollektive Amnesie: die deutsch-französische Journalistin Géraldine Schwarz hat über drei Generationen hinweg eine faszinierende Untersuchung und Vergangenheitsaufarbeitung geleistet und soziologische und psychologische Mechanismen erkundet, die eine ganze Gesellschaft in Apathie versetzen können.

Buchpräsentation mit Judith Schalansky und Zsófia Bán anlässlich der Übersetzungen ihrer Werke ins Ungarische bzw. Deutsche.

Ist die Kunstfreiheit in Gefahr? Was passiert mit der Sprache, wenn Texte und Autor:innen „gecancelt“ werden, weil sie bestimmte Wörter gebrauchen oder sich gesellschaftliche Gruppen davon getroffen fühlen? Wo hört Freiheit auf, wo fängt Diskriminierung an?

Julia Friedrichs und Franziska Schutzbach kämpfen gegen ein ausbeuterisches System – das Frauen oft noch härter trifft – und für eine Gesellschaft, in der die Arbeit, die wir in Alltag und Beruf leisten, entlohnt und wertgeschätzt wird.

Was dürfen wir sagen und was nicht? Kaum eine Frage wurde in der Öffentlichkeit und den Medien im vergangenen Jahr mehr diskutiert. Wo liegt die Grenze zwischen dem berechtigten Anliegen von Minderheiten nach Anerkennung und einer so genannten Identitätspolitik?

Falschinformationen und Verschwörungstheorien – Mai Thi Nguyen-Kim fragt, wie gehen wir damit um, wenn sie die Wahrheit unkenntlich machen?

Frauen in der Literatur – nicht mehr zu übersehen! Schreibende Frauen wurden oft belächelt, ignoriert oder von der Literaturgeschichte vergessen. Mittlerweile gibt so spannende Frauen wie nie zuvor in der Literaturszene. Trotzdem muss sich noch vieles ändern.

Translator Adrian Nathan West talks to Frankfurt writer Jan Wilm about his translations of Rainald Goetz’s novels »Rave« and »Irre« (»Insane«).

Acclaimed translator and author Susan Bernofsky joined the Toronto Experimental Translation Collective and the Goethe-Institut Toronto for a conversation about Yoko Tawada, Thomas Mann and Robert Walser.

Mit Eva Horn, Bernd Scherer und Alexander Kluge

Gespräch mit Jens Jessen

Gespräch mit dem Autor und Journalisten Jens Jessen (DIE ZEIT) über sein Buch »Der Deutsche. Fortpflanzung, Herdenleben, Revierverhalten«. Oft wird er bewundert, der

»Ukraine im Krieg«

»Ukraine im Krieg« »Seit Tagen lebt meine Mutter in einem Luftschutzkeller. Sie ist 86. Sie ist Kriegskind und hat schon einmal die Stadt

»Besuch der alten Dame«

Sieglinde Geisel und Ilse Helbich im Gespräch mit Simone Schröder In ihrem Essay »Gedankenspiele über die Gelassenheit« erzählt die 1923 geborene Schriftstellerin Ilse

»Paperbridge Circle« 2020 Tag 2

Das sechste deutsch-ukrainische Schriftstellertreffen der »Brücke aus Papier« sollte die Schriftsteller:innen beider Länder nach Iwano-Frankiwsk in den Westen der Ukraine führen. Die Stadt

»Paperbridge Circle« 2020 Tag 1

Das sechste deutsch-ukrainische Schriftstellertreffen der »Brücke aus Papier« sollte die Schriftsteller:innen beider Länder nach Iwano-Frankiwsk in den Westen der Ukraine führen. Die Stadt

»What Tech Calls Thinking«

»What Tech Calls Thinking« – Adrian Daub & Bianca Wylie On May 27th, 2021 the Goethe-Institut Toronto hosted author and academic Adrian Daub

Margot Friedländer »Ich tue es für Euch«

Margot Friedländer »Ich tue es für Euch« Margot Friedländer und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im Gespräch mit Anna Staroselski Die Holocaustüberlebende und Zeitzeugin Margot Friedländer

Class Trouble: Check your habitus!

Class Trouble: Check your habitus! Mit Elisa Aseva, Francis Seeck, Senthuran Varatharajah und Daniela Dröscher Wie fühlt es sich an, „transclass“ zu sein?

Der arabische Kinder- und Jugendbuchmarkt

Der arabische Kinder- und Jugendbuchmarkt Der syrische Orientalist und Kulturhistoriker Dr. Azad Hamoto und der Lektoratsleiter der Internationalen Jugendbibliothek Jochen Weber besprechen den

Berlin, Stadt der Autor:innen

Berlin, Stadt der Autor:innen Berliner Manuskripte 2021 Mit Gerrit Bartels, Ruth Johanna Benrath, Cornelia Geißler, Dirk Knipphals und Gesa Ufer (Moderation) sowie den

Géraldine Schwarz
»Die Gedächtnislosen«

Géraldine Schwarz »Die Gedächtnislosen« – Buchpräsentation Eigenverantwortung und kollektive Amnesie: die deutsch-französische Journalistin Géraldine Schwarz hat über drei Generationen hinweg eine faszinierende Untersuchung

»Verzeichnis einiger Verluste«

Buchpräsentation mit Judith Schalansky und Zsófia Bán Am 19. November 2020 gingen wir gemeinsam mit der deutschen Autorin Judith Schalansky den verlorenen, vernichteten

Schreiben und Cancel Culture

Schreiben und Cancel Culture Ist die Kunstfreiheit in Gefahr? Was passiert mit der Sprache, wenn Texte und Autor:innen „gecancelt“ werden, weil sie bestimmte

Rainald Goetz in Translation

Rainald Goetz in Translation – An Evening with Adrian Nathan West & Jan Wilm The Goethe-Institut Toronto hosted Adrian Nathan West who has

Susan Bernofsky on Literary Translations

Susan Bernofsky in conversation with Toronto Experimental Translation Collective (TETC) & the Goethe-Institut Toronto Acclaimed translator and author Susan Bernofsky joined the Toronto