Leichter Wahnsinn

Emy Koopman und Miriam Metze im Gespräch mit Katja Kullmann über das Unglücklichverliebtsein

Gibt es ein schlimmeres Gefühl, als verliebt zu sein und nicht zurückgeliebt zu werden? Ist das dann überhaupt Liebe oder nur spektakulär idiotische Selbstillusionierung? Wie kommt man da wieder raus? Und welchen Trost gibt es wenn man mehr braucht als die handelsüblichen Liebeskummer-Accessoires Taschentücher, Schokolade, Alkohol und Seriengucken? 

Die niederländische Autorin Emy Koopman und die österreichische Philosophin Miriam Metze wissen natürlich auch keinen Rat, haben aber mit dem autobiographischen Roman »Leichter Wahnsinn« und der autobiographischen philosophischen Untersuchung »Unerwidert Lieben« zwei Bücher geschrieben, die sich so genau wie selbstironisch und klug über das schlimmste aller Gefühle beugen: die unerwiderte Liebe.
Minutiös verfolgt die Journalistin Emy, liiert mit Johannes, wie sie ihren kanadischen Kollegen A zu begehren beginnt – eine emotionale Verbindung, die bald eskaliert. Unsentimental begibt sie sich hinab in die Abgründe des Begehrens, des Schmerzes, der Kränkung und der Bescheuertheit. Ebenso unsentimental, witzig und klug holt Miriam Metze alles aus dem Regal, was ihr die Philosophie für diesen Fall  zu bieten hat: Martin Heidegger (und was Hannah Arendt zu seinem sogenannten »Liebesaugenblick« zu sagen hatte), Tullia d’Aragona, Niklas Luhmann und Georg Simmel und stellt im letzten Kapitel fest: »Warum man auch Trottel und Mörder lieben kann (plus ein paar mehr oder weniger im Sand verlaufende Tröstungsversuche)«. 

Für alle unglücklich Verliebten: Das ist euer Abend! Für alle glücklich Verliebten: Freut euch (unauffällig) eures Glückes und kommt auch! Es erwarten euch die Autorinnen in der Manege, durch den Abend führt die Autorin und Journalistin Katja Kullmann

Emy Koopman »Leichter Wahnsinn«, Weissbooks 2026
Miriam Metze »Unerwidert Lieben«, mairisch 2026

 

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