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Ein stilistisch und formal einzigartiger Befreiungsakt von den Dingen, die wir ungefragt weitertragen: Geschlechter, Traumata, Klassenzugehörigkeit. Und nicht nur die Schreibform ist fluid, sondern auch die Erzählfigur. Dieses Ich lebt in Zürich und fühlt sich im nonbinären Körper und der eigenen Sexualität wohl. Doch als die Großmutter an Demenz erkrankt, beginnt die Erzählfigur, sich mit der eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen.

Inspiriert von Arbeitskämpfen der 1920er Jahre beginnt Nours, sich mit ihren neuen Freundinnen für die Rechte der Arbeiter und vor allem der Arbeiterinnen einzusetzen, während die Arbeitslosigkeit steigt und der  Anwerbestopp festgelegt wird. Gün Tank feiert mit ihrem Roman die vielen starken, mutigen Frauen, die dieses Land mit aufbauten und veränderten, und die sich doch in der deutschen Historiografie kaum wiederfinden.

In Karlas Familie wissen alle, wie es sich anfühlt, nicht dazuzugehören. Karla erlebt es als Kind in Bremen-Nord, ihr Vater Avi in einer Klosterschule in Jerusalem, die Großmutter Maryam als Gastarbeiterin in Deutschland, die Urgroßmutter Armine auf den Straßen von Istanbul. Einfühlsam und mit feinem Humor fächert Laura Cwiertnia die verzweigten Pfade einer armenischen Familie auf, deren Erfahrungen so tiefgreifend sind, dass sie noch Generationen später nachhallen.

Die großen Fragen der Menschheit – betrachtet von einem einzigartigen Kater: Matou. Sein Leben ist ein Sieben-Leben-Leben, es reicht von der Französischen Revolution bis in die Gegenwart, immer bestrebt, den Menschen verstehen zu lernen. E.T.A. Hoffmann und Andy Warhol kannte er persönlich, auf der Katzeninsel Hydra führte er einst einen autokratischen Staat und kämpfte im Kongo gegen die Kolonialherren.

Wie gestaltet man sein Leben, wenn man zwei linke Hände, eine demolierte Seele und jede Menge Probleme hat? Mit unverbrüchlichem Optimismus und irre gut gelaunt, strauchelt Charly Benz seit 43 Jahren durch ihr Leben. Über das Leben ab vierzig, über Familie und Freundschaft spricht Verena Roßbacher mit dem Autor Tilman Rammstedt.

In der Community der Sinti:zze und Rom:nja ist Gianni Jovanovic Aktivist. Eine Stimme von vielen, die Jovanovic nicht alle zu repräsentieren behauptet. Seine Stimme ist laut, seine Sprache explizit. Ich, ein Kind der kleinen Mehrheit beschreibt sein (Über-) Leben in einer weißen Dominanzgesellschaft.

Seit nunmehr vier Jahrzehnten schreibt Kerstin Hensel Gedichte, Prosa, Essays, Features. Doch sie ist nicht nur Schriftstellerin, sondern als Professorin für deutsche Verssprache auch eine Vermittlerin im poetischen Fach. In ihrem neuen Gedichtband »Cinderella räumt auf« bewegt sie sich mit eben dieser Souveränität durch sämtliche Formen des lyrischen Genres.

In der Community der Sinti:zze und Rom:nja ist Gianni Jovanovic Aktivist. Eine Stimme von vielen, die Jovanovic nicht alle zu repräsentieren behauptet. Seine Stimme ist laut, seine Sprache explizit. Ich, ein Kind der kleinen Mehrheit beschreibt sein (Über-) Leben in einer weißen Dominanzgesellschaft.

Viele Geschichten beginnen mit einer unerwarteten Erbschaft. So auch bei Friederike, als sie von ihrer Großmutter ein Ladenlokal in Berlin vermacht bekommt – ein Café. Ist das einer jener sehr konkreten Winke mit dem Zaunpfahl, das Leben zu ändern?

Geht es hier wirklich um Gott? Das Jenseits? Gar das Paradies? Erstmal jedenfalls um das Schwein. Das Schwein ist alleine und bläst Trübsal.

Der Spanier Toni, der Franzose Germain und der Deutsche Jürgen treffen sich Mitte der 1970er Jahre in Barcelona, entschlossen, Widerstand gegen das faschistische Franco-Regime zu leisten.

Sandos Mutter verschwindet plötzlich, weil sie sich von ihrer sozialen Herkunft lösen, ihre eigenen Ziele verfolgen und nicht immer nur für andere da sein möchte.

Vom Rom der 70er Jahre bis ins Köln der Gegenwart: die Geschichte einer Freundschaft, in die sich politische Umbrüche unverkennbar eingeschrieben haben.

In Kazimira erzählt Svenja Leiber vom größten Bernsteinabbau der Geschichte. Im Aufstieg und Verfall der »Annagrube« und in ihrem Nachwirken im heutigen Russland spiegeln sich drängende Fragen: Woher rühren Hass und Gewalt? Was geschieht, wenn Leben für unwert erklärt wird?

Ada ist nicht eine, sondern alle Frauen: In Schleifen bewegt sie sich von Ghana nach England, um schließlich in Berlin zu landen; transportiert von einem Jahrhundert zum nächsten.

Robert Habeck im Gespräch mit Jagoda Marinić

Es war keine intakte, heile, sichere Welt, in die die Corona-Pandemie einbrach. Schon zuvor war die Normalität in der Krise.

»Die Lieblinge der Justiz«, das sind, wie man weiß, sowohl echte als auch vermeintliche Verbrecher: Bohdan Staschynskyj zum Beispiel, ein KGB-Agent und Auftragskiller, der den ukrainischen Nationalisten Stepan Bandera in seinem Münchner Exil ermordet, dann aber wegen der Liebe zu einer ostdeutschen Friseurin mit ihr in den Westen flieht und sich stellt.

Kim de lʼHorizon »Blutbuch«

Kim de lʼHorizon »Blutbuch« Kim de lʼHorizon im Gespräch mit Linus Giese Ein stilistisch und formal einzigartiger Befreiungsakt von den Dingen, die wir ungefragt

Gün Tank »Die Optimistinnen«

Gün Tank »Die Optimistinnen« Moderation Selma Wels Musik von Grup Canlar unter der Leitung von Hüseyin Yoldaş Von der Anwerbestelle in Istanbul führt Nours Weg

Michael Köhlmeier »Matou«

Michael Köhlmeier »Matou« Michael Köhlmeier im Gespräch mit Maike Albath Die großen Fragen der Menschheit – betrachtet von einem einzigartigen Kater: Matou. Sein

Kerstin Hensel »Cinderella räumt auf«

Moderation Carola Opitz-Wiemers Seit nunmehr vier Jahrzehnten schreibt Kerstin Hensel Gedichte, Prosa, Essays, Features. Doch sie ist nicht nur Schriftstellerin, sondern als Professorin

Hannes Köhler »Götterfunken«

Hannes Köhler »Götterfunken« Der Spanier Toni, der Franzose Germain und der Deutsche Jürgen treffen sich Mitte der 1970er Jahre in Barcelona, entschlossen, Widerstand

Lena Müller »Restlöcher«

Lena Müller »Restlöcher« Im Gespräch mit Annett Gröschner Sandos Mutter verschwindet plötzlich, weil sie sich von ihrer sozialen Herkunft lösen, ihre eigenen Ziele

Enrico Ippolito
»Was rot war«

Enrico Ippolito »Was rot war« Moderation Fatma Aydemir Cruci und Lucia lernen sich Ende der 70er Jahre auf der kommunistischen Schule Frattocchie kennen.

Svenja Leiber
»Kazimira«

Svenja Leiber »Kazimira« Moderation Natascha Freundel Ein abgelegener Ort am Baltischen Meer, Ende 19. Jahrhundert. Antas ist einer der wichtigsten Arbeiter im Bernsteinwerk

»Adas Raum«

Sharon Dodua Otoo »Adas Raum« Musikalische Begleitung: 3Women Gebärdensprachdolmetscher: Kenneth-Kamal Seidel Moderation: Maisha-Maureen Auma Ada ist nicht eine, sondern alle Frauen: In Schleifen