Ein Abend zu Paul Celan

Mit Hans-Peter Kunisch und Thomas Sparr. Es moderiert Eveline Goodman-Thau

Anlässlich Paul Celans 100. Geburtstag sind mehrere neue Bücher erschienen, die den berühmten Dichter der »Todesfuge« unter verschiedenen Perspektiven beleuchten. Thomas Sparr nimmt sich dieses Gedicht von 1945 noch einmal vor, das als eines des frühesten literarischen Zeugnisse der Shoa gilt, und zeichnet seine bis heute andauernde internationale Wirkungsgeschichte nach. Hans-Peter Kunisch wiederum beschäftigt sich in »Todtnauberg« mit einem biographischen Ereignis: dem Treffen Celans mit Martin Heidegger im Juli 1967. Was ist von diesem Treffen überliefert und was hatten sie sich zu sagen, der Antisemit und der Holocaust-Überlebende, der Philosoph und der Dichter?

Über Paul Celan, seine biographischen Verstrickungen, die immense Rezeption seines Werks und nicht zuletzt seine wunderbaren Gedichte sprechen die beiden Autoren mit der Rabbinerin und Professorin für jüdische Religions- und Geistesgeschichte Eveline Goodman-Thau.

Thomas Sparr »Todesfuge – Biographie eines Gedichts« DVA Verlag, 2020
Hans-Peter Kunisch »Todtnauberg« dtv, 2020

Weitere Sendungen

Unter dem Titel »Berlins schönste Seiten« sprechen Janika Gelinek und Sonja Longolius, die das Literaturhaus Berlin leiten, mit Felix Müller, dem Kulturchef der Berliner Morgenpost, über das Lesen und Texte, die sie bewegen.

Der Abend versammelt die Herausgeber:innen und Übersetzer:innen, die im Gespräch mit der Moderatorin Manuela Reichart das überraschende und reiche Werk, die Geschichte ihres Vergessens und Erinnerns und die Frage, warum jetzt das große Interesse virulent ist, diskutieren – und Texte lesen.