»Junge und alte weiße Männer«

Buchpräsentation
Arnold Stadler und Julian Witzel im Gespräch mit Friedemann Karig

»Haben Sie Angst davor, ein alter weißer Mann zu sein?«, fragte »Der Standard« vor kurzem in einer Onlineumfrage seine Leser:innen, in der die vermeintliche Spezies und die mit ihr verknüpften Ressentiments noch einmal betrachtet werden können. In seinem neuen Roman »Irgendwo. Aber am Meer« übernimmt Arnold Stadler den Kampfbegriff »alter weißer Mann« hingegen behutsam in sein Vokabular und klopft ihn auf seine literarische Tauglichkeit ab: Ein alternder Ich-Erzähler beschreibt sich als alter weißer Mann, ein wenig traurig, ein wenig nostalgisch, aber zugleich im selbstbewussten Wissen, sein Leben gelebt zu haben. Ein alter weißer Mann wird, rein biologisch, auch Julian Witzel eines Tages sein, und er überlegt, wie er mit dieser Herausforderung umgehen soll: »Wie wurde ich der Mann, der ich bin? Was bedeutet es, Mann zu sein in Zeiten von Wokeness? Ist die Männlichkeit noch zu retten?« Antworten sucht er in persönlichen, unterhaltsamen Geschichten, in denen sich nicht nur Millennial-Hetero-Männer wiederfinden können.

Diesen Männerabend rund um alte und junge weiße Männer und die Frage, ob die Männlichkeit überhaupt gerettet werden muss, moderiert der Autor Friedemann Karig.

Arnold Stadler »Irgendwo. Aber am Meer«, S. Fischer 2023
Julian Witzel »Junge weiße Männer: Was ich als Mann zur neuen Männlichkeit zu sagen habe«, riva 2022

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