Zum Gedenken an den Tag der Bücherverbrennung

Jahrestag

Mit Maryam Zaree, Paula Fürstenberg, Sascha Chaimowicz, Jonas Dassler, Ann Cotten, Jo Frank und Michael Klammer

In Gedenken an den Tag der Bücherverbrennung lesen sieben herausragende Künstler:innen Texte, die 1933 von den Nationalsozialisten verbrannt wurden und erinnern so an die Freiheit des Wortes. Maryam Zaree, Paula Fürstenberg, Sascha Chaimowicz, Jonas Dassler, Ann Cotten, Jo Frank und Michael Klammer haben sich je einen Text der verfemten Autor:innen ausgesucht, den sie auf der Bühne des Li-Be zu Gehör bringen werden.

Bertolt Brecht, Vicki Baum oder Lion Feuchtwanger: Tausende Bücher dieser und vieler weiterer Autor:innen wurden 1933 von den Nationalsozialisten und ihren Unterstützer:innen verbrannt. Eine Großzahl ihrer Verfasser:innen musste aus Deutschland fliehen. Viele Werke gerieten in Folge ihres Verbots in Vergessenheit.

Die Autorin Gina Kaus schreibt über den Tag der Bücherverbrennung: »Am 10. Mai dieses Jahres 1933 wurden meine Bücher in Berlin öffentlich verbrannt, zusammen mit denen von über dreißig anderen Autoren. Nie zuvor war ich in besserer Gesellschaft gewesen.«

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Villa Aurora & Thomas Mann House e.V.

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