Verónica Gerber Bicecci »Leere Menge«

Buchpremiere

Die Autorin im Gespräch mit Manuela Barney Seidel. Es liest Veronika Bachfischer

An der Doktorarbeit zu scheitern und vom Geliebten verlassen zu werden, gehört zu den vielen Risiken, die das Leben zu bieten hat, allerdings sieht es nur selten so kunstvoll aus, wie bei der mexikanischen Autorin und Künstlerin Verónica Gerber Bicceci. In ihrem großartigen, so lustigen wie schmerzlichen Roman »Leere Menge« versucht die Erzählerin, sich ihr persönliches Unglück u.a. mit geometrischen Zeichnungen selbst zu verdeutlichen – und erzählt dabei nebenbei auch noch über die Schatten, die die argentinische Militärdiktatur der 1970er und 1980er Jahre bis heute noch in viele Familien hineinwirft. Das Spiel mit Schnittmengen, Querschnitten, Spiralformen und anderen graphischen Zeichen verleiht dem im Roman allgegenwärtigen Verlust etwas unerwartet Leichtes und Unbeschwertes – und trifft die Leser:innen damit direkt ins Herz.

Verónica Gerber Bicceci, die mit diesem Buch den Preis der Hotlist 2023 gewonnen hat, ist auf Deutschlandtour und macht Station im Li-Be. Dort unterhält sie sich auf Spanisch und Deutsch mit der Literaturwissenschaftlerin Manuela Barney Seidel, den deutschen Text bringt Veronika Bachfischer zu Gehör.

Verónika Gerber Bicecci »Leere Menge«. Aus dem mexikanischen Spanisch von Birgit Weilguny, Maro Verlag 2023

Weitere Sendungen

Senthuran Varatharajah
»Rot (Hunger)«

Senthuran Varatharajah »Rot (Hunger)« Im Gespräch mit Karosh Taha Zwei Geschichten, die zu einer werden: Die Geschichte eines Jahres, nach einer Trennung, und die Geschichte eines

Tomer Gardi »Liefern«

Tomer Gardi, Dheeraj Tyagi und Anne Birkenhauer im Gespräch mit Insa Wilke Sie sind überall, wir sehen sie jeden Tag. Egal ob in Delhi, Tel

Am 12.5. um 19 Uhr
Leichter Wahnsinn

Emy Koopman und Miriam Metze im Gespräch mit Katja Kullmann über das Unglücklichverliebtsein Gibt es ein schlimmeres Gefühl, als verliebt zu sein und nicht zurückgeliebt