Meisterwerke: »Die Wand« von Marlen Haushofer

Wolfgang M. Schmitt im Gespräch mit Theresia Enzensberger über »Die Wand« von Marlen Haushofer

Während eines Ausflugs in die Berge wird eine 40-jährige Frau plötzlich durch eine unsichtbare Wand von der restlichen Welt abgeschnitten. Jenseits der Wand scheint alles Leben erstarrt zu sein; die Menschen und Tiere wirken wie versteinert oder tot. In dieser absoluten Isolation muss die Frau lernen, allein zu überleben. Marlen Haushofer veröffentlichte 1963 diese außergewöhnliche, dem magischen Realismus nahestehende Robinsonade unter dem Titel »Die Wand«. Dieser Klassiker der deutschsprachigen Literatur ist zum einen ein literarisches Meisterwerk, in dem die Ich-Erzählerin schonungslos und mit einer präzisen Sprache sich selbst, die conditio humana sowie die gewaltsamen Gesellschaftsstrukturen hinterfragt, zum anderen ist »Die Wand« ein hochpolitischer, feministischer, zivilisationskritischer Roman, dessen Aktualität keineswegs passé ist. Die Schriftstellerin Theresia Enzensberger und der Podcaster und Autor Wolfgang M. Schmitt diskutieren über die Bezüge zur Gegenwart.

 

Weitere Sendungen

Emilia Roig
»Why We Matter«

»Why we matter. Das Ende der Unterdrückung« Moderation Alice Hasters Auszüge gelesen von Abak Safaei-Rad Wie erkennen wir unsere Privilegien? Wie können Weiße die Realität

Elias Hirschl »Content«

Moderation: Nada Assaad Eine Listicle-Texterin in der Content-Fabrik Smile Smile Inc. am Rand des stillgelegten Braunkohletagebaus Staublunge erlebt in wenigen Monaten die volle Wucht der

»Berlins schönste Seiten« Folge 6

»Berlins schönste Seiten« Folge 6 Janika Gelinek und Sonja Longolius, Leiterinnen des Literaturhaus Berlin, und Felix Müller, Chef des Kulturressorts der Berliner Morgenpost, unterhalten sich

»Berlins schönste Seiten« Folge 23

»Berlins schönste Seiten« Folge 23 In der ersten Podcastfolge im neuen Jahr unterhalten sich Janika Gelinek, Sonja Longolius und Felix Müller, der Chef des Kulturressorts