
Anna Seghers in Mexiko
Claudia Cabrera im Gespräch mit Monika Melchert Anna Seghers konnte sich mit ihrer Familie in letzter Minute aus Marseille nach Mexiko retten und
Anna Seghers konnte sich mit ihrer Familie in letzter Minute aus Marseille nach Mexiko retten und lebte dort von 1941 bis Anfang 1947 im Exil. Hier hat sie ihren größten literarischen Erfolg errungen, die Veröffentlichung ihres Romans »Das siebte Kreuz«, hier erlitt sie aber auch ihren tiefsten Schmerz, die Nachricht über Deportation und Tod ihrer Mutter. Über Seghers‘ Zeit in Mexiko spricht die Germanistin Monika Melchert mit Claudia Cabrera, die in Mexiko-Stadt tätig ist und die Exilwerke von Seghers ins mexikanische Spanisch übersetzt hat.
Bei den Kafkas herrscht fröhliche Stimmung. Die Mutter freut sich, dass ihr Sohn im Sanatorium an Gewicht zugelegt hat, der Vater liest mit Genuss dessen Inspektionsberichte aus der familieneigenen Asbestfabrik. Franz erfüllt derweil vorbildlich die Erwartungen seiner Eltern, doch seine Gedanken kreisen einzig um sein eigenes Schreiben. Und doch würde er lieber nicht daran denken, da er spürt, dass er darin noch mehr versagt als in seiner Rolle als Sohn. Die dringend benötigte Ablenkung bringen Besuche in Bordellen mit Max. Dieser möchte nun auch seine Cousine aus Berlin einladen, eine gewisse Felice. Eine erfrischend andere Perspektive auf Kafkas »Verwandlung«.
Maha El Hissy spricht mit Musa Okwonga über seinen Roman »Es ging immer nur um Liebe«, über das poetische Reisen durch Berlin, London und Uganda sowie über Dating, Liebe und Begehren; und über das literarische und journalistische Schreiben über die rechtsradikale Gefahr.
In den Texten des Bandes »Wimpernschläge«, gehoben aus der Schatzkammer von Jahrzehnten, erfahren wir von Familie, Gefährten, von Verlusten und Gewinnen, folgen ihm, der genauso generös und feinfühlig als Lob- wie als Grabredner ist, zu den Stationen eines reichen Dichterlebens, ins Nordirland Heaneys oder zur Datscha Pasternaks, das »wundermächtige Schaumkraut der Poesie« als Wegzehrung stets im Gepäck, doch wird auch eine Suppe mit Bauchspeck in Edith Södergrans Karelien nicht verschmäht: Ein Beobachter in »Randlage«, wie er sagt, aber auch ein Entdecker, ein Begeisterter – in Versen, im Essay wie auch im lebendigen, belebenden Gespräch.
Elena Ferrante kennt jede, die sich für italienische Literatur (und für gute Romane) interessiert. Aber kennen Sie auch Sibilla Aleramo, Dolores Prato und Goliarda Sapienza? Diese drei italienischen Autorinnen, die lange vor Ferrante ihre mutigen, klugen Romane veröffentlichten, sollte man unbedingt auch kennen – nicht im Sinne eines langweiligen Bildungsbürgerinnendiktats, sondern für die persönliche Bereicherung.
Feminizide sind Morde an Frauen, weil sie Frauen sind. Was schwer zu begreifen ist, lässt sich noch schwerer in Worte fassen. Die mexikanische Autorin Gabriela Damián Miravete hat es allerdings geschafft, dem strukturellen Problem mit ihrer Kurzgeschichte »Soñarán en el jardín« (2015) ein literarisches Denkmal zu bauen. Sie gibt Leser:innen in ihrer Science-Ficiton-Erzählung Hoffnung auf eine Welt ohne Feminizide.
»Street Cop« ist eine erschreckend gegenwärtige kleine Dystopie – und ein seltener Glücksfall, der drei erzählerische Großmeister zusammenbrachte: Art Spiegelman, Robert Coover – und Clemens Meyer, der das Buch ins Deutsche übersetzte.
Schon lange begleitet die Menschheit die Idee von Automaten, Robotern und Künstlicher Intelligenz. Romane wie Mary Shelleys »Frankenstein« oder E.T.A. Hoffmanns »Sandmann« spielen prominent mit der Figur des technologischen Übermenschen. Michael Wildenhain, Autor von »Eine kurze Geschichte der Künstlichen Intelligenz« (2024), beleuchtet in seinem Eröffnungsvortrag die historische Verstrickung von Literatur und Künstlicher Intelligenz.
TAG FÜNF
Das Festival »Dengê min tê te? Hörst du mich?« im Literaturhaus Berlin bietet eine Bühne für international bekannte und bisher ungehörte Stimmen der Literatur und Kunst im kurdischen Kontext. Das Festival wirft einen kritischen Blick auf den Begriff der »Exilliteratur«. Gemeinsam wollen wir die Grenzen des Exils ausloten: Leben wir schon in einer «post-Exil-Welt«? Das Festival will die Verbindungslinien zwischen Exil, Diaspora und Transnationalismus nachzeichnen und aufzeigen und versteht sich als eine Plattform für Austausch.
Über die Möglichkeit und Unmöglichkeit, mit der existentiellen Grenzsituation des Krieges literarisch umzugehen, sprechen die Dichterin, Übersetzerin und Herausgeberin Tania Rodionova und der Dichter und Musiker Jurij Bondartschuk mit dem Dichter und Herausgeber Asmus Trautsch.
Unglaublich, aber wahr: Virginia Woolfs letztes, zu Lebzeiten veröffentlichtes Werk über ihren Freund Roger Fry wurde bislang nie ins Deutsche übersetzt. Dabei ist die 1940 erschienene Biografie des Londoner Kunstkritikers nicht nur ein herausragendes Lebensbild einer Schlüsselfigur der Kunstgeschichte, sondern auch Zeugnis einer tiefen und besonderen Freundschaft – und damit ein aufschlussreicher Teil des literarischen Werks der Schriftstellerin Virginia Woolf.
Seit einigen Monaten bilden der iranische Schriftsteller Bahram Moradi und seine deutsche Kollegin Gabriele von Arnim ein Tandem im Literaturprojekt Weiter Schreiben. Über die Anfänge ihrer Zusammenarbeit, Schreiben als Widerstand und die Sprache als Trost und Ort der Freiheit tauschen sie sich an diesem Abend aus.
Picador Guest Professor Don Mee Choi reads from her books »Hardly War« and »DMZ Colony« and talks with Sung Un Gang at the event »War, Resistance, Poetry«.
Lesung aus dem Wohnzimmer der Familie Van Ostaijen, mit Matthijs de Ridder und Anna Eble als Guides.
The Drahomán Prize for translation from Ukrainian into the languages of the world was founded in 2020 by the Ukrainian Institute, PEN Ukraine and the Ukrainian Book Institute. The name reminds of the Ukrainan writer Mykhailo Petrovych Drahomanov.
Weiterschreiben.jetzt ist ein Portal für Literatur aus Kriegs- und Krisengebieten, auf dem Autor:innen, die im Exil leben, ihre Texte im Original und in deutscher Übersetzung veröffentlichen. Sie arbeiten in Tandems mit Autor:innen zusammen, die in Deutschland etabliert sind und tauschen sich persönlich, politisch und künstlerisch aus.
The Drahomán Prize for translation from Ukrainian into the languages of the world was founded in 2020 by the Ukrainian Institute, PEN Ukraine and the Ukrainian Book Institute. The name reminds of the Ukrainan writer Mykhailo Petrovych Drahomanov.
Wie das Verhältnis zu den Autor:innen aussieht, wie uns Leser:innen Literaturübersetzungen dabei helfen, die Welt besser zu verstehen und wie es um die Sichtbarkeit von Übersetzer:innen im Literaturbetrieb steht, verrät Paul Berf in dieser Folge #behindbooks.
Hans Ulrich Gumbrecht spricht mit Eva Geulen (ZfL) und Melanie Möller (FU) über seine Neuübersetzung von Baltasar Graciáns »Handorakel«.
Die beiden Leipzigerinnen Svetlana Lavochkina und Diana Feuerbach sind zu Gast in der Zentralbibliothek. Aus einer anfänglichen Schreibfreundschaft, die vor 10 Jahren begann, hat sich eine erfolgreiche literarische Zusammenarbeit entwickelt: Diana Feuerbach übersetzt die Texte von Svetlana Lavochkina ins Deutsche. Ebenso den neuen Roman »Die rote Herzogin«.
Don Mee Choi spricht mit der Lyrikerin und Übersetzerin Uljana Wolf und dem Moderator Sung Un Gang über die Picador-Gastprofessur in Leipzig und die Kunst der lyrischen Übersetzung.
Literatur-Musik-Performance zum Erscheinen der spanischen Übersetzung von »Die Sprache des Regens« von Roland Schimmelpfennig.
Don Mee Choi talks about being a Picador Guest Professor in Leipzig and the art of translating lyrics with poet and translator Uljana Wolf and host Sung Un Gang.
La traducción literaria es un arte muy poco apreciado. Requiere una inmersión en la novela, en la historia, en el poema, exige un rastreo del significado de las palabras.
The Goethe-Institut Toronto was delighted to host award-winning authors Colm Tóibín and Susan Bernofsky for a conversation about Thomas Mann’s »The Magic Mountain« and Tóibín’s new book »The Magician«.
The translator of Paul Celan, Pierre Jolis, in conversation with Toronto academic Nicholas Hauck about his translations of the works of Paul Celan and other poetry. They go on to touch on the issue of objectivity, the textual fidelity of translations and their borderline with creation, and answer questions from the audience.
Buchpräsentation mit Judith Schalansky und Zsófia Bán anlässlich der Übersetzungen ihrer Werke ins Ungarische bzw. Deutsche.
Translator Adrian Nathan West talks to Frankfurt writer Jan Wilm about his translations of Rainald Goetz’s novels »Rave« and »Irre« (»Insane«).
Acclaimed translator and author Susan Bernofsky joined the Toronto Experimental Translation Collective and the Goethe-Institut Toronto for a conversation about Yoko Tawada, Thomas Mann and Robert Walser.
Nigerian-German author Olúmìdé Pópóọlá in conversation with Canadian author, screenwriter and filmmaker Jordan Tannahill about her latest work When We Speak of Nothing and more.
The author, Anke Stelling, in conversation with translator Lucy Jones. With simultaneous interpretation from German into English by Ross Winters-Nicholl.
Am 30.6.2021 wurde der Internationale Literaturpreis an Fatima Daas und Sina de Malafosse für den Roman Die jüngste Tochter und seine Übertragung aus dem Französischen verliehen.
Die Juror:innen Robin Detje, Jens Hillje, Tobias Lehmkuhl, Verena Lueken, Daniel Medin, Elisabeth Ruge und Daniela Seel über die Shortlist 2019.
Award Ceremony: Internationaler Literaturpreis 2019 with a keynote by Teju Cole, awardee of the 2013 prize for his novel Open City.
Weiterschreiben.jetzt ist ein Portal für Literatur aus Kriegs- und Krisengebieten, auf dem Autor:innen, die im Exil leben, ihre Texte im Original und in deutscher Übersetzung veröffentlichen. Sie arbeiten in Tandems mit Autor:innen zusammen, die in Deutschland etabliert sind und tauschen sich persönlich, politisch und künstlerisch aus.
Seit über einem Jahr führen Pegah Ahmadi und Monika Rinck im Rahmen des Projekts (W)Ortwechseln. Weiter Schreiben – Briefe eine grenzüberschreitende literarische Korrespondenz.

Claudia Cabrera im Gespräch mit Monika Melchert Anna Seghers konnte sich mit ihrer Familie in letzter Minute aus Marseille nach Mexiko retten und

Zuzana Říhová »Das Geheimnis der Verwandlung« Im Gespräch mit Kathrin Janka Moderation Christoph Baer, Musik Thilo Mutter Bei den Kafkas herrscht fröhliche Stimmung.

Im Rahmen der Reihe #Vorzeichen. Wen, was und wie wir lesen spricht die Kuratorin, Maha El Hissy, mit dem Autor Musa Okwonga über

Im Gespräch mit Jan Wagner Nicht jeder Dichter ist auch ein Leser, nicht jeder Leser ein begnadeter Vermittler, aber glücklich das Publikum, das mit

Matinee Gastland Italien Mit Constanze Neumann, Anna Leube und Francesca Polistina, moderiert von Birgit Schönau. Es liest Senta Berger Elena Ferrante kennt jede,

Mit Studierenden der Freien Universität Berlin Moderation Catharina Deege und Carla Wendte Feminizide sind Morde an Frauen, weil sie Frauen sind. Was schwer

Moderation: Stephan Muschick Autor:innen: Art Spiegelman, Robert Coover Übersetzt von: Clemens Meyer Illustriert von: Art Spiegelman Die Zeiten, als ein Mord eine große

Schon lange begleitet die Menschheit die Idee von Automaten, Robotern und Künstlicher Intelligenz. Romane wie Mary Shelleys »Frankenstein« oder E.T.A. Hoffmanns »Sandmann« spielen

Neue Perspektiven auf das Exil: Festival »Dengê min tê te? Hörst du mich?« »Von der Kunst kurdischer Literaturübersetzung« Zum Gespräch springen mit Barbara

Tania Rodionova und Jurij Bondartschuk im Gespräch mit Asmus Trautsch. Aus dem Ukrainischen gedolmetscht von Anna Kolomiytseva Kann ein Land sich Poesie in

Der Herausgeber und Übersetzer Tobias Schwartz im Gespräch mit Katharina Teutsch. Es liest Sabine Falkenberg. Unglaublich, aber wahr: Virginia Woolfs letztes, zu Lebzeiten

Weiter Schreiben im Exil Ein Werkstattgespräch zwischen Bahram Moradi und Gabriele von Arnim Moderation: Asal Dardan Mit musikalischer Begleitung von Elshan Ghasimi Seit

War, Resistance, Poetry – Don Mee Choi in conversation with Sung Un Gang On December 1, 2021, Picador Guest Professor Don Mee Choi

Leseatelier Besetzte Stadt / Befallene Stadt | Der Rückzug Lesung aus dem Wohnzimmer der Familie Van Ostaijen, mit Matthijs de Ridder und

Drahomán Prize for Translation of Ukrainian literature // English With the nominees Alessandro Achilli (ITA), Iryna Dmytrychyn (FRA), and Bohdan Zadura (POL) as

Weiter Schreiben. Ein Portal für Autor:innen aus Kriegs- und Krisengebieten Weiter Schreiben ist eine literarische Plattform für Autor:innen aus Kriegs- und Krisengebieten. Seit

Drahomán Prize for Translation of Ukrainian literature // Ukrainian With the nominees Alessandro Achilli (ITA), Iryna Dmytrychyn (FRA), and Bohdan Zadura (POL) as

Paul Berf sagt über sich selbst, er sei vor allem leidenschaftlicher Leser. Aber wie sieht eigentlich sein Alltag als literarischer Übersetzer so aus?

Werkstattgespräch: Hans Ulrich Gumbrecht mit Eva Geulen und Melanie Möller Hans Ulrich Gumbrecht spricht mit Eva Geulen (ZfL) und Melanie Möller (FU) über

»Die rote Herzogin« – Svetlana Lavochkina & Diana Feuerbach im Gespräch In der 18. Folge der Reihe #weiterlesen sind die beiden Leipzigerinnen Svetlana

Don Mee Choi and Uljana Wolf im Gespräch mit Sung Un Gang In englischer Sprache mit deutscher Simultanübersetzung von Lilian-Astrid Geese Die in

Do you read me? Performance musical-literaria basada en la novela »El Idioma de la Lluvia« Descubre una obra de arte multidisciplinaria de la

Don Mee Choi and Uljana Wolf in conversation with Sung Un Gang Born in South Korea, Don Mee Choi incorporates in her poetry

Foro de Traduccion Literaria – Intercambio profesional a través de las fronteras La traducción literaria es un arte muy poco apreciado. Requiere una

Colm Tóibín & Susan Bernofsky – »The Magician« The Goethe-Institut Toronto was delighted to host award-winning authors Colm Tóibín and Susan Bernofsky for

Pierre Joris & Nicholas Hauck in conversation about translating the works of Paul Celan The translator of Paul Celan, Pierre Jolis, in conversation

Buchpräsentation mit Judith Schalansky und Zsófia Bán Am 19. November 2020 gingen wir gemeinsam mit der deutschen Autorin Judith Schalansky den verlorenen, vernichteten

Rainald Goetz in Translation – An Evening with Adrian Nathan West & Jan Wilm The Goethe-Institut Toronto hosted Adrian Nathan West who has

Susan Bernofsky in conversation with Toronto Experimental Translation Collective (TETC) & the Goethe-Institut Toronto Acclaimed translator and author Susan Bernofsky joined the Toronto

»WHEN WE SPEAK OF NOTHING« Nigerian-German author Olúmìdé Pópóọlá in conversation with Canadian author, screenwriter and filmmaker Jordan Tannahill about her latest work

The author, Anke Stelling, in conversation with translator Lucy Jones. With simultaneous interpretation from German into English by Ross Winters-Nicholl. Anke Stelling’s character

Internationaler Literaturpreis: Preisverleihung 2021 Am 30.6.2021 wurde der Internationale Literaturpreis an Fatima Daas und Sina de Malafosse für den Roman »Die jüngste Tochter«

»Internationaler Literaturpreis 2019: Die Shortlist« Die Juror:innen Robin Detje, Jens Hillje, Tobias Lehmkuhl, Verena Lueken, Daniel Medin, Elisabeth Ruge und Daniela Seel über

»Teju Cole: On Carrying and Being Carried – from translation to migration and back again« Teju Cole is a photographer, critic, curator and

Lena Gorelik und Yamen Hussein im Gespräch Günther Orth übersetzt aus dem Arabischen. Moderation: Annika Reich Weiter Schreiben-Premiere in Österreich! Also fast. Eigentlich

Monika Rinck und Pegah Ahmadi im Gespräch mit Annika Reich Seit über einem Jahr führen Pegah Ahmadi und Monika Rinck im Rahmen des